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Windows 11: Änderungen an der KI-Strategie werden immer wahrscheinlicher

DrWindows

Redaktion
Windows 11: Änderungen an der KI-Strategie werden immer wahrscheinlicher
von Kevin Kozuszek
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Die Zeichen mehren sich, dass Microsoft größere Anpassungen an seinem Umgang mit Windows 11 vornehmen wird. Erst gestern kündigte Windows-Chef Pavan Davuluri eine größere Restrukturierung im Windows-Team an, bei dem Entwickler und andere Mitglieder abkommandiert werden, um die zahlreichen Mängel im Betriebssystem zu beheben. Nun dürfte es auch der vielfach planlosen KI-Strategie an den Kragen gehen.

Das lässt ein neuer Bericht von Windows Central vermuten. Bestimmte Grundfunktionen und -technologien wie die semantische Suche, Windows ML, der Agent Workspace und grundsätzliche KI-Schnittstellen sind von den geplanten Änderungen ausgenommen, weil Microsoft sie als weiterhin notwendig erachtet, damit Windows 11 in diesem Bereich möglichst konkurrenzfähig bleiben soll. Daneben dürfte es aber zu zahlreichen Änderungen kommen.

Eine Baustelle sind dabei die verschiedenen Copilot-Integrationen in diversen Inbox-Apps wie Paint oder Notepad, die derzeit auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft werden. Entweder dürften manche davon zumindest teilweise verschwinden oder zumindest das Copilot-Branding verlieren, um die Integration nahtloser zu gestalten. So oder so hat Microsoft den Rollout weiterer Copilot-Integrationen vorläufig gestoppt, solange die strategischen Änderungen nicht final sind.

Auch Recall steht vor größeren Veränderungen. Mittlerweile soll man bei Microsoft intern zu dem Schluss gekommen sein, dass die bisherige Implementierung ein Fehlschlag war. Angedacht ist nach derzeitigem Stand eine vorsichtige Evolution oder Weiterentwicklung des Konzepts, wobei der Name im weiteren Verlauf verschwinden könnte. Was mit weiteren KI-Funktionen wie Click-to-do passieren könnte, ist derzeit nicht absehbar. Da sich Microsoft aber seine Gesamtstrategie ansehen soll, dürfte auch hier Änderungen kaum ausgeschlossen sein.

Beide Meldungen schließen sich an erste Ankündigungen an, dass Microsoft Änderungen beim Windows Insider Program vornehmen will. Während für Version 26H1, die xklusiv für neue ARM-basierte Windows-Geräte kommen wird, das neue Plattform-Release Bromine (Build 28020.x) verwendet wird, verbleiben bestehende Systeme für Version 26H2 im Herbst auf der Germanium-Plattform (Build 26300.x) und dürften wieder nur ein Enablement Package bekommen. Dennoch machte Microsoft bereits deutlich, dass in den kommenden Monaten größere Änderungen zwischen einzelnen Builds im Hintergrund vorgenommen werden.

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Bin gespannt, was Microsoft dann wirklich ändert. Ein gutes Beispiel ist Recall. Auch wenn ich KI äußerst nützlich finde, hätte ich doch ein komisches Gefühl, wenn ich durchgehend beobachtet werde. Interessant wäre eine Implementierung, bei der ich für die KI den Bildschirm oder ein Fenster freigeben kann, wenn ich Hilfe benötige. Wichtig ist, dass der Anwender entscheidet, was er wann einsetzen möchte.
 
Eigentlich will ich als Gewohnheitstier nicht weg von Windows (da weiß man, was man hat. In guten wie in schlechten Tagen).
Aber je höher der KI-Druck durch MS gemacht wird, desto höher ist mein Druck, zu Linux zu wechseln. KI = Kein Interesse: Scheidung wegen unüberwindbarer Differenzen.
 
Interessant wäre eine Implementierung, bei der ich für die KI den Bildschirm oder ein Fenster freigeben kann, wenn ich Hilfe benötige.

Die Funktion nennt sich "Click to do" und ist auf Copilot+ PCs bereits verfügbar.

Recall ist ja nun gerade als Funktion gedacht, bei der ich nachträglich Dinge fragen kann. Also "ich habe die Tage eine Webseite mit rotem Hintergrund gesehen, auf der viele Katzenbilder waren. Wann war das und welche Seite?"

Ich weiß nicht, ob ich solch eine Funktion aktivieren würde, aber aktuell habe ich eh nicht die passende Hardware dafür.
 
@IngoBingo: Recall würde ich höchstens mal testweise aktivieren. Ich benötige eine "Daueraufzeichnung" meiner Tätigkeit normalerweise nicht. Leider habe ich keinen Copilot+PC, sodass ich "Click to do" nicht ausprobieren kann. Ich fand ein YouTube-Video recht interessant, wo der YouTuber sich von Gemini hat helfen lassen. Insgesamt ist es schon beeindruckend was alles möglich ist, wenn man die KI-Technik zielgerichtet einsetzt.
 
Bin gespannt, was Microsoft dann wirklich ändert. Ein gutes Beispiel ist Recall. Auch wenn ich KI äußerst nützlich finde, hätte ich doch ein komisches Gefühl, wenn ich durchgehend beobachtet werde. Interessant wäre eine Implementierung, bei der ich für die KI den Bildschirm oder ein Fenster freigeben kann, wenn ich Hilfe benötige. Wichtig ist, dass der Anwender entscheidet, was er wann einsetzen möchte.
Du hast nicht verstanden was Recall ist.
Recall macht einfach nur regelmäßig Screenshots und legt diese verschlüsselt ab. Du öffnest Recall und suchst nach der Webseite, die du letzte Woche besucht hast und gibst etwas in die Suchmaske ein. Jetzt sucht eine LLM lokal über die NPU all deine Screenshots durch und präsentiert dir Ergebnisse. Wenn du Glück hast die gesuchte Webseite auch dabei.
Nichts und niemand beobachtet dich. Es läuft keine KI permanent im Hintergrund.
Das einzig gefährliche sind die vielen Screenshots mit deinen privaten Daten. Die aber mittlerweile, nach einem Shit Storm im Internet verschlüsselt abgelegt werden.

Das was du mit "Bildschirm eine KI freigeben" beschreibst, sind die KI Agenten, die Microsoft gerade im Insider Build testet. Das ist ein ganz anderes Kaliber. Recall ist harmlos dagegen. Die KI kann hier echten Schaden anrichten, wenn man nicht aufpasst.
 
Microsoft benötigt keine Software-Korrekturen, sondern ein anderes Mindset.
Möglich, dass sie jetzt die größten Brände löschen, indem sie überall dort nachbessern oder zurückrudern, wo am lautesten gemotzt wird. Solange sie aber nicht lernen, von vorneherein kundenorientiert zu denken und zu handeln, werden sie immer wieder in die gleiche Falle tappen.
 
@Kubiac: Das ist mir logischerweise alles völlig klar. In Sachen Recall will ich nicht, dass Screenshots gemacht werden, schlicht und ergreifend, ob nun verschlüsselt oder nicht.
Das ist mein Bildschirm, freigebe und im Einzelfall mir von KI helfen lassen ist an der Stelle meine bewusste Entscheidung. Hier kann KI hilfreich sein. Dass bei der Gelegenheit meine Daten übertragen werden, ist mir bewusst, deshalb auch bewusste Entscheidung.
 
Es wäre super, wenn es MS endlich schaffen würde, die Qualität von Windows 11 zu verbessern.
Auch bei KI wäre es gut und wünschenswert, dass diese optional sein sollte. Wer sie will und braucht, kann sie doch optional nachinstallieren. Wer das nicht will, sollte auch die Möglichkeit haben, das gar nicht erst auf das System zu bekommen. Denn auch wenn es deinstallierbar sein sollte, bleibt doch immer etlicher unnützer Daten-Rest-Müll auf dem System zurück.
 
@teddy4you: So schlecht wie Windows 11 gerne hingestellt wird, ist es bei weitem nicht. Ganz im Gegenteil. Ich kenne z.B. nur einen wirklich ärgerlichen Fehler. Wenn ich eine Datei lösche, wird oftmals die Anzeige nicht aktualisiert und ich muss mit F5 nachhelfen, damit die Anzeige stimmt. Ok, natürlich wäre es auch wünschenswert, wenn die Oberfläche mal konsistent wäre, man also nicht immer wieder alte Elemente von Windows vorgesetzt bekäme, wie etwa die veraltete Systemsteuerung.

Bei KI wird es wohl eher keine Diskussion geben. Die Technik wird sich immer weiter durchsetzen und das nicht nur im Betriebssystem, sondern in immer mehr Programmen. Genauso gut könnte man fordern, dass Windows ohne grafische Benutzeroberfläche ausgeliefert wird. Das wäre eine ähnlich erfolglose Forderung.
Da ich einen Mac habe, verfolge ich die Diskussion auch dort. Interessanterweise läuft es beim Mac genau anders als bei Windows. Apple wird vorgeworfen bei KI im Rückstand zu sein, obwohl Apple Intelligence bereits angenehm tief im System integriert ist. Allerdings durchaus mit Potential nach oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum jemand darüber sauer ist, dass ich nicht zwangsbeglückt werden will, verstehe ich nicht.

Wenn ich kein Auto haben will sondern nur Fahrrad, ist das mein gutes Recht und geht niemanden etwas an.
Steht ihm natürlich frei sauer darüber zu sein. Ist auch sein gutes Recht. Ist mir auch ziemlich egal.
 
Ich habe hin und wieder einen CoPilot+ Laptop in der Hand und finde es total grottig, nervig und unnötig. Nach jedem neuen Windows Update waren die Einstellungen wieder auf default. Ergo wieder Recall deaktivieren.
Genau das gleiche betrifft Copilot Gaming. Dass Copilot Gaming ohne des Wissens des Spielers im Hintergrund aktiv ist, halte ich auch für sehr fragwürdig.
In Sachen Recall will ich nicht, dass Screenshots gemacht werden, schlicht und ergreifend, ob nun verschlüsselt oder nicht.
Das will niemand. Wenn jemand Screenshots machen will, dann bitte aus eigenem Interesse. Nicht automatisch, nicht ohne zu Fragen und schon gar nicht im Hintergrund.
Hat für mich ein bösen Beigeschmack.

Die Technik wird sich immer weiter durchsetzen und das nicht nur im Betriebssystem, sondern in immer mehr Programmen.
Abwarten... wenn nicht vorher die KI Blase platzen sollte...
 
man also nicht immer wieder alte Elemente von Windows vorgesetzt bekäme, wie etwa die veraltete Systemsteuerung.
Du meinst die Systemsteuerung, wo man Einstellungen ohne Klickorgie erreicht hat?
Würde ich schon sehr vermissen.

Ich klicke nur auf Start, fahre mit dem Cursor über "Systemsteuerung" und die ganze Welt der Einstellungen liegt vor mir (natürlich nur mit einem Fremdprogramm möglich). So was ist natürlich zu primitiv für Microsoft. :rolleyes:
 
Warum jemand darüber sauer ist, dass ich nicht zwangsbeglückt werden will, verstehe ich nicht.

Wenn ich kein Auto haben will sondern nur Fahrrad, ist das mein gutes Recht und geht niemanden etwas an.
Steht ihm natürlich frei sauer darüber zu sein. Ist auch sein gutes Recht. Ist mir auch ziemlich egal.
Da muss man sich nicht auf die emotionale Ebene begeben und auch nicht eine Worthülse wie „Zwangsbeglückung“ verwenden, sondern man kann sich die Sache ganz sachlich anschauen.

KI ist schlicht und ergreifend eine technische Weiterentwicklung. Zugegeben, mit einem riesigen Getöse, aber unterm Strich eine technische Weiterentwicklung. Wenn ich mal in die Vergangenheit blicke, kamen irgendwann die ersten Computer auf, damals noch mit Kommandozeile, dann kam die „Beglückung“ mit der grafischen Bedienoberfläche, langsam, aber sicher wurde das Internet eingeführt, und, und, und. So wie das mit KI derzeit läuft, wird sicherlich irgendwann die Blase platzen und die technische Entwicklung wird danach ganz normal weitergehen. Ich wage mal einen Blick vielleicht zehn Jahre in die Zukunft: Da wird KI in so ziemlich allen Betriebssystemen und Programmen allgegenwärtig sein, vermutlich dank leistungsfähiger Prozessoren, großteils lokal laufend. Ob man sich nun eine BahnCard kauft oder auf einem Amt etwas zu erledigen hat, oder einfach nur im Büro seiner Tätigkeit nachgeht, irgendwo wird im Hintergrund immer KI gegenwärtig sein. Sicherlich gab es zu jedem Zeitpunkt Personen, welche gewisse Entwicklungsschritte nicht mitmachen konnten oder wollten. Diese wurden aber leider zu jedem Zeitpunkt überrollt. Auch wenn ich das vom menschlichen Standpunkt sicherlich nicht gut finde, so sieht es nun mal aus.

Abwarten... wenn nicht vorher die KI Blase platzen sollte...
Es liegt mir fern, dir zu nahe zu treten, aber das ist wohl eher eine naive Vorstellung. Wenn man sich die Sache beziehungsweise die Leistungsfähigkeit mal genau anschaut, immer vorausgesetzt, man beschäftigt sich natürlich, wie bei jeder Technik, ernsthafter damit, dann wird man feststellen, dass wir hier keine Evolution, sondern geradezu eine Revolution der Technik erleben.

Du meinst die Systemsteuerung, wo man Einstellungen ohne Klickorgie erreicht hat?
Ich meine die Systemsteuerung, bei der ich mir immer einen Wolf gesucht habe. Da war die Einführung der Einstellungs-App eine wahre Offenbarung. Natürlich ist es wie bei jedem Bedienkonzept, wenn man des Öfteren eine Einstellung in der Systemsteuerung vornehmen muss, dann wird man diese auch im Schlaf gefunden haben. Übung macht den Meister.
 
Warum man sich echauffiert, weil jemand das Himmelreich auf Erden partout nicht haben will, verstehe ich immer noch nicht.

Hat was religiöses an sich.
 
Es liegt mir fern, dir zu nahe zu treten,
Same here. Ich mag mich eventuell täuschen, jedoch erspare ich mir persönlich die Zeit, um darauf zu antworten. Verstehe mich nicht falsch. Ich bin nur der Meinung, dass du die Brille "Ki ist so super toll" trägst. Deine positive Einstellungen gegenüber der KI in allen Ehren. Es ist erstaunlich wie du alles gut redest, manchmal liest es sich schon wie eine Art der Rechtfertigung.
Selbstverständlich beschäftige ich mich mit der KI. Das ist mein Job. Ändert nichts an der Tatsache dass ich das ganze kritisch hinterfrage. Und ja, die Blase kann immer noch platzen.
Da es für dich, so wie es scheint, nichts negatives gibt, ergibt sich keine solide Basis.
 
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