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Windows 11: Windows-Chef Pavan Davuluri kündigt massive Kurskorrekturen an

DrWindows

Redaktion
Windows 11: Windows-Chef Pavan Davuluri kündigt massive Kurskorrekturen an
von Kevin Kozuszek
Windows 11 Logo Titelbild


Das könnte ein interessantes Jahr für Windows 11 werden, wenn man Windows-Chef Pavan Davuluri beim Wort nehmen darf. In einem Interview mit Tom Warren von TheVerge für dessen Newsletter kündigt er massive Kurskorrekturen für das aktuelle Betriebssystem von Microsoft an, um das Vertrauen zurück zu gewinnen. Entwickler und andere Mitglieder des Windows-Teams werden dafür extra zulasten des KI-Fokus in traditionellere Bereiche abgezogen.

Damit reagiert man neben den Problemen aus dem Januar-Patchday vor allem auch auf das Feedback, was man von den Windows Insidern und anderen Nutzergruppen von Windows 11 bekommen hat. Laut Davuluri werden sich die abkommandierten Entwickler vor allem um drei Kernbereiche bei Windows 11 kümmern: deutliche Leistungsverbesserungen, Steigerung der Stabilität und Zuverlässigkeit, sowie Verbesserungen der allgemeinen Nutzererfahrung mit Windows 11.

Diese Arbeiten sollen mindestens das ganze Jahr über andauern und verschiedene Elemente umfassen. Einen Schwerpunkt soll der Dark Mode ausmachen, der noch in diesem Jahr weitgehend in Ordnung gebracht werden soll. Gleichzeitig wird man Elemente von Windows 11 weiter modernisieren, die in den vergangenen zehn Jahren vernachlässigt wurden. Windows-Chef Davuluri macht vorab aber deutlich, dass man einige Zeit brauchen wird, um die Mängel und Problempunkte von Windows 11 nun schrittweise in den Griff zu kriegen.

Damit dürfte auch klar sein, was Microsoft mit den angekündigten Anpassungen beim Windows Insider Program gemeint hat. Wir dürfen uns nichts vormachen: Der Kernfokus auf KI und Copilot wird nicht verschwinden. Wenn man jetzt einen Teil des Entwicklerteams aber dazu abkommandiert, um den Laden endlich aufzuräumen, ist das de facto ein Schritt in die richtige Richtung – sofern den Worten die richtigen Taten folgen.

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Die Frage ist vor allem, ob der CEO es akzeptiert und "gewähren" lässt.
Man muss das in einem größeren Gesamtkontext betrachten, denn letztlich muss bei Microsoft intern durchaus was am Rotieren sein. Interessant war ja schon die Meldung vom letzten Wochenende, dass nach den Entwicklerteams im CoreAI-Team bei Microsoft nun auch die Teams hinter Windows, Surface, Edge und etlichen anderen Bereichen bevorzugt auf Claude Code statt GitHub Copilot setzen sollen. Nicht nur Entwickler, auch Designer und Projektmanager. Also muss man sich in Redmond ja etwas von diesem Wechsel versprechen, was das eigene Produkt nicht erfüllen konnte.

Fakt ist jedenfalls, dass Microsoft die aktuelle Qualität von Windows 11 auch vonseiten der Unternehmenskunden um die Ohren geflogen ist, und wenn diese Kundschaft unzufrieden ist, tut ihnen das in der Regel weh, weil sie hier das dicke Geld machen. Und Pavan Davuluri hatte schon im letzten Jahr mal angedeutet, dass man nach Wegen suchen will, um das Feedback der Nutzer aufzugreifen. Punkte wie umfassende Änderungen bei der Treiberentwicklung, die sie möglichst aus dem Kernel holen und, wo möglich, auf Rust umstellen wollen, kommen ja auch noch dazu.

Wie gesagt, machen wir uns keine Illusionen, der Fokus auf Copilot und KI wird definitiv nicht verschwinden. Das geht jetzt eher um eine möglichst gute Balance zwischen der weiteren KI-Strategie und den traditionellen Baustellen, die gefunden werden muss. Das ist gegenüber dem, wie besoffen sie in den letzten 12 Monaten agiert haben, schon ein gewaltiger Schritt - wenn er so kommt.
 
Also ich sehe folgende Probleme / würde mir folgende Dinge wünschen:

  • Neue Features nicht mehr per Controlled Feature Roll-Out ausrollen
  • Lokale Accounts sollten wieder ermöglicht werden
  • KI-Features (oder generell Services wie OneDrive) nicht mehr überall pushen und eine Deaktivierung ermöglichen
  • Eine einheitliche Designsprache (nicht auf alte UIs aufbauen lassen)
  • Alte, nicht mehr benötigte Komponenten entfernen
  • Komplette Migration der Windows-Einstellungen

Größtenteils aber vermutlich Wunschdenken. Es geht aber in die richtige Richtung.
 
Also ich sehe folgende Probleme / würde mir folgende Dinge wünschen:
Größtenteils listest du Sachen auf, die sie schon machen oder die in Arbeit sind. In den letzten Monaten wurden wieder vermehrt Sachen aus der Systemsteuerung in die Settings-App verfrachtet, aber das geht gefühlt immer noch relativ langsam vonstatten. Die einheitliche Designsprache gibt es theoretisch schon, nur das mit den alten UIs wird man dir kaum erfüllen. Man kann UWP-Apps auf WinUI 3 bringen, aber für WPF-Programme hat Microsoft explizit einen eigenen Zweig geöffnet, den man u.a. bei Microsoft Office sieht. Deswegen gibt es die WPF Gallery.

Dass sie CFR für neue Funktionen generell streichen, ist unwahrscheinlich, auch weil es mittlerweile ein etabliertes Verfahren in der Industrie ist. Mozilla nutzt das zum Beispiel auch. Aber es sollte selektiver werden, etwa indem die Bugfixes grundsätzlich sofort an alle verteilt werden, wenn das Restrisiko vertretbar ist. Oder neue Funktionen, die nicht an KI oder sicherheitskritische Sachen gebunden sind, sofort ausrollen für die Nutzer, die das aktiv möchten.

KI-Funktionen sind teils opt-out, teils wie Recall aber sowieso opt-in, auch der Agent Workspace muss explizit aktiviert werden. Keine penetrante Werbung mehr für die eigenen Dienste, sondern lieber mit Qualität überzeugen, ist allerdings ein valider Punkt.
 
Ich nehme wie es kommt, werde aber auf einen zweiten PC (Laptop) wahrscheinlich in geraumer Zeit Linux installieren. Windows ist im allgemeinen am kompatibelsten und deshalb ja auch immer noch (vor allem im geschäftlichen Bereich) mit an der Spitze. Für mich auch interessant ist, dass die Schwierigkeiten, welche vor allem in letzter Zeit aufgetreten sind, in meinen beiden Systemen nicht einmal vorgekommen sind und auch nicht in meinem Bekanntenkreis. Trotzdem halte ich auch die Antwort: Lassen wir uns überraschen! - für richtig, da ich auch in der Führungsetage von Microsoft so einige Probleme sehe.
 
Wessen Vertrauen soll wiederhergestellt werden? Das der Investoren und Aktionäre? 4 Bill. $ Börsenwert in NY sind zu wenig?

Dark Mode reparieren? Ganz toll. GUI aktualisieren? Ein Muss! Patch-Qualität? Kommt auch noch, irgendwann.

@PeBe21
Als Privatanwender habe auch ich mit W10/11 soweit keine Probleme, aber draußen sieht es doch anders aus. Nimm mal die Suchmaschine deiner Wahl und google dann nach "Borns IT- und Windows-Blog". Teilweise unbegreiflich, was dort abgeht.
 
@Yee Haw ich kenne Born. Er bringt zwar häufig vernünftige Punkte ins Spiel. Ich hab aber irgendwann aufgehört ihn zu lesen, da mir viel davon einfach zu kleinliches Genörgel war. War mir einfach ZU negativ.

In der Firma haben wir auch Win11 und keine Probleme damit. Die IT hat deutlich weniger mit Betriebssystem-seitigen Problemen zu tun. Die echten Bauchschmerzen kommen fast ausnahmslos vom ERP-System ;)
 
Angemessen fände ich es angesichts des aktuellen Komponentenpreiswahnsinns ja, W11 etwas zu verschlanken und den durchschnittlichen Grundbedarf der überwiegenden Zahl der Anwender - den ich jetzt mal π•Daumen mit 12 offenen Browsertabs, Mail-Client sowie ein oder zwei Office-Anwendungen veranschlage - mit 8GB RAM halbwegs flüssig zum Laufen zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und laut weiteren Infos wird die KI auch wieder aus Windows 11 in Teilbereichen ausgebaut, z.B. in Notepad, bzw.
zumindest diskutiert. Mal sehen was dann wirklich kommt.


 
Ganzer Artikel leider hinter Paywall

was man noch kurz sehen kann, geht in dieselbe Richtung

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Aktuell steht Windows 11 bei vielen Menschen kurz vorm Absturz.

Microsoft will im Jahr 2026 auf das Feedback der Kundschaft hören. Windows 11 soll so verbessert werden, dass es "wieder ? " zu einem würdigen Nachfolger von Windows 10 wird.
Damit gibt man doch offen zu. dass Windows 11 Murks ist und bringt Windows 11.1 raus....
 
Zuletzt bearbeitet:
Davuluri werden sich die abkommandierten Entwickler vor allem um drei Kernbereiche bei Windows 11 kümmern: deutliche Leistungsverbesserungen, Steigerung der Stabilität und Zuverlässigkeit, sowie Verbesserungen der allgemeinen Nutzererfahrung mit Windows 11.
Einfach den ganzen Bloat entfernen, der nach Windows 8 und 10 eingebaut wurde.
Gleichzeitig wird man Elemente von Windows 11 weiter modernisieren, die in den vergangenen zehn Jahren vernachlässigt wurden.
und in der Realität ersetzt man noch mehr effizienten Code durch aufgeblähten, schlecht performenden Müll. 🤷🏻‍♂️
 
In der Firma haben wir auch Win11 und keine Probleme damit. Die IT hat deutlich weniger mit Betriebssystem-seitigen Problemen zu tun. Die echten Bauchschmerzen kommen fast ausnahmslos vom ERP-System ;)
Schreib das mal ins heise-Forum zum parallelen Artikel. Das gäbe einen Shitstorm; und dazu gehen dort nur die wenigsten Kommentatoren auf Microsofts Telemetrie-Politik ein ...

Damit gibt man doch offen zu. dass Windows 11 Murks ist und bringt Windows 11.1 raus....
Und wenn Microsoft pfiffig ist, nutzen sie diese Gelegenheit, um die Telemetrie weiter auszubauen. Es wird ein größer Nutzer-Feedback benötigt; aber so what, Microsoft versichert auch mir, meine Privatsphäre voll und krass zu respektieren, Bamm.
 
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