Anzeige

Am Puls von Microsoft

Anzeige

Windows on ARM: Qualcomm sieht den Snapdragon X Elite gegenüber Apples M3 vorn

DrWindows

Redaktion
Windows on ARM: Qualcomm sieht den Snapdragon X Elite gegenüber Apples M3 vorn
von Martin Geuß
Snapdragon X Elite


Ende Oktober hatte Qualcomm mit dem Snapdragon X Elite seinen neuen High-End-Chip für PCs mit Windows on ARM vorgestellt und dabei den Mund ordentlich voll genommen. Nun legt Qualcomm nochmals nach und sieht sich auch für den Vergleich mit Apples M3, der kurze Zeit später enthüllt wurde, bestens gerüstet.

Bis zu 50 Prozent mehr Leistung oder 30 Prozent weniger Energieverbrauch bei gleicher Leistung soll der Snapdragon X Elite gegenüber Apples M2 bieten, hieß es bei der Präsentation. Unabhängige Testergebnisse gibt es bislang noch nicht, dennoch lässt sich aus den Benchmarks ableiten, dass Qualcomm möglicherweise nicht übertrieben hat.

Einen Vergleich mit dem Apple M3 gab es seinerzeit noch nicht, da er noch nicht angekündigt war. Gegenüber dem Magazin DigitalTrends (via Winfuture) gab sich Qualcomms PR-Manager Sascha Segan optimistisch, dass es der Snapdragon X Elite auch mit dem Nachfolger wird aufnehmen können. In der Multicore-Leistung mit Geekbench will man einen Vorsprung von 21 Prozent ermittelt haben (15.300 vs. 12.154 Punkte).

Selbstverständlich weiß Segan, dass dies ein rein theoretischer Vergleich ist, der in der Praxis nicht viel wert ist, denn der M3 läuft mit macOS und der Snapdragon X Elite mit Windows. Dementsprechend spielt es eine wichtige Rolle, wie gut das jeweilige Betriebssystem mit dem Prozessor zusammenarbeitet. Die Hardware sei das Einzige, was man wirklich kontrollieren könne, führt er weiter aus, und diese Hardware sei gut.

Bis die Leistung des neuen Snapdragon-Chips objektiv beurteilt werden kann, werden noch einige Monate ins Land ziehen, Mitte 2024 sollen aber zahlreiche Geräte von verschiedenen Herstellern auf den Markt kommen. Dann schlägt die Stunde der Wahrheit, und während es für Qualcomm aus Prestigegründen eine wichtige Rolle spielt, wie man sich im Vergleich zu Apple schlägt, ist das aus der Sicht von Windows-Nutzern eher nebensächlich. Viel spannender wird die Antwort auf die Frage sein, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis der neuen ARM-Geräte gegenüber traditionellen x86-Computern konkurrenzfähig ist.


Hinweis: Der Artikel wird möglicherweise nicht vollständig angezeigt, eingebettete Medien sind in dieser Vorschau beispielsweise nicht zu sehen.

Artikel im Blog lesen
 
Anzeige
Also viel Arbeit für Microsoft ein Betriebssystem zu entwickeln, was nativ und im bestenfalls eine eingebaute Schnittstelle für x86 Anwendungen mitbringt.
Ich lasse mich überraschen, wie viel Gehirnschmalz MS bereit ist einzusetzen.
 
Bis der Snapdragon X Elite auch wirklich erhältlich ist und real läuft, wird er sich dann vermutlich am M4 oder M5 messen lassen müssen. Gerade in dem Segment schläft Apple (dem man in den letzten Jahren durchaus einen gewissen Mangel an Kreativität vorwerfen kann) nämlich auch nicht.
Die Silicon-Chips sind derzeit jedoch deren potentestes Asset.
 
Soweit ich weiß, läuft das ARM Windows noch nicht so fluffig und es ist nicht abwärtskompatibel mit x86 Anwendungen?
Ich lasse mich überraschen. 2 Jahre haben sie bei mir Zeit. Solange habe ich vor, meinen Mac Mini M2 zu nutzen.
Also du hast keine Erfahrung mit Windows on Arm?

.....

Wenn Qualcomm Apple so weiter angreift, wird sich Apple bei Windows-Nutzern bedanken.
 
Abwärtskompatibilität gibt es schon. Ich habe auch schon Windows auf dem M1Pro Mac ausprobiert in Paralells, das lief super schnell. Wird man sich ansehen müssen wenn die Geräte da sind.
 
Bin gespannt, ob die Abwärtskompatibilität auch Spieletauglich sein wird. In den letzten Tests die ich gelesen habe, haben viele Spiele am Surface Pro X nicht mal gestartet, andere sind oft abgestürzt, wieder andere unspielbar langsam trotzdem nominell ausreichender Performance.

Soweit ich bisher gelesen habe, läuft das auf Macbook Airs besser. Zwar natürlich auch mit eingeschränkter Performance, aber als "Spiele auf Dienstreise"-Gerät oder für etwas ältere Spiele ausreichend.

Grund für mein Interesse: Ich will gelegentlich noch Gaming-Möglichkeiten haben, will aber ansonsten vor allem ein lüfterloses Notebook :) Allerdings habe ich keine eigene Erfahrung, wie gut das in der Praxis am MacBook Air funktioniert, wenn Rosetta PLUS Windows-Emulation benötigt werden.
 
MacBook Air funktioniert, wenn Rosetta PLUS Windows-Emulation benötigt werden.
Zumindest benötigst du ordentlich RAM. Minimum 16 GB.

Von der Leistung von der Rossetta-Umgebung ist okay. Aber Grafik aufwändige Spiele werden eher keine Freunde bringen. Dafür ist der M von Apple nicht ausgelegt. Ich spiele ab und zu OpenTTD, aber die Rechenleistung ist zu vernachlässigen, die man da benötigt.
Die Stärken bei der M Serie sind Grafik/Foto und Videoanwendungen. Rendern und Co. Da bin ich jedes Mal entzückt, wie schnell das geht.
 
Immer her damit.

Seit ich das Pro X (Gen. 3) mit SQ3 verwende, lasse ich Corei7 Pro 9 gerne "daheim".
Der Akku hält einfach locker den ganzen Tag, was für Windows-Geräte absolut fantastisch ist.

Die Arbeitsgeschwindigkeit ist für Office-Anwendungen mehr aus ausreichend. Wenn der neue Chip dann nochmals so viel besser sein, soll dann gerne her damit.
 
Zumindest benötigst du ordentlich RAM. Minimum 16 GB.

Von der Leistung von der Rossetta-Umgebung ist okay. Aber Grafik aufwändige Spiele werden eher keine Freunde bringen. Dafür ist der M von Apple nicht ausgelegt. Ich spiele ab und zu OpenTTD, aber die Rechenleistung ist zu vernachlässigen, die man da benötigt.
Die Stärken bei der M Serie sind Grafik/Foto und Videoanwendungen. Rendern und Co. Da bin ich jedes Mal entzückt, wie schnell das geht.
Die nominelle Performance würde theoretisch Kreise drehen um mein Acer VX15 (2017/18, Geforce GTX 1050 Ti Mobile). Das Problem ist eher "Laufen die Spiele", und anscheinend ist das auch beim Macbook Air ein Problem:, siehe z.B.
Für den Moment laufe ich wahrscheinlich mit dem Surface Pro 7 Plus besser. Auch Lüfterlos bei guter Performance, aber die Iris Xe Grafikkarte hinkt halt weit hinter Apple Silicon hinterher. Wie stark sich throttling auswirkt muss ich allerdings erst mehr testen... Immerhin muss für Spiele nicht nur insgesamt gute Leistung erbracht werden, sondern sie muss auch so konsistent sein, dass nicht einzelne Frames deutlich länger brauchen als der Schnitt. Am Ende zählt nicht die durchschnittliche Framerate, sondern vor allem die Aussetzer.

Für Indie-Spiele hoffe ich dass es reicht. Saints Row 2022 ist definitiv ein bisschen zu viel. (Kategorie "gerade noch spielbar").
 
Die nominelle Performance würde theoretisch Kreise drehen
Wie gesagt, wenn du spielen möchtest, ist Apple der falsche Ansprechpartner.

Im Zweifel kannst du aber im Apple Store, wenn du dich vorher angemeldet hast, an einem Gerät dich austoben.

In der Regel kannst du alle Anwendungen testen und beäugen.
 
Ist ja schön, dass der Snapdragon so gut ist. Da Konkurrenz das Geschäft belebt, wird sich hoffentlich auch Apple nicht lumpen lassen und beim M4 deutlich aufdrehen. Leider ist Microsoft mit ARM sehr spät dran, so dass ich schon auf einem Mac mini M1 umgestiegen bin. Ist überhaupt interessant, dass in meinem Umfeld mehr Leute in Richtung Apple laufen, als ich je vermutet hätte.

@Tadpole: Das Video von Gunther Wegner ist einfach nur gelungen. Er trifft es wirklich auf den Punkt.
 
Leider ist Microsoft mit ARM sehr spät dran

Da ist wohl mal wieder das "reality distortion field", was bei Apple-Usern gerne den Blick verklärt. ;)

In der Realität war Microsoft mit Notebooks auf ARM-Basis drei Jahre früher dran als Apple.
Und Smartphones auf Basis von ARM Chips mit Microsoft-Betriebssystem gab es auch schon, da hat Apple noch nicht mal von einem iPhone geträumt.

Ist überhaupt interessant, dass in meinem Umfeld mehr Leute in Richtung Apple laufen, als ich je vermutet hätte.

Solange der goldene Käfig einen nicht behindert, kann er halt sehr bequem wirken.
 
Warum werden bei den neuen ARM-Prozessoren ständig Vergleiche mit x86 angestrengt? Es sind doch 64-Bit-Prozessoren. Windows 11 läuft, soweit ich in Erinnerung habe, nur auf 64-Bit-Hardware. Windows on ARM bedeutet auch nur Windows on ARM-64-bit. Und 32-bit-Software wird von den zukünftigen ARM64-Prozessoren eventuell auch nicht mehr unterstützt. Kann x86 auch 64-Bit-Hardware sein?
 
@Egon: x86 steht für Prozessoren von Intel oder AMD. Gemeint ist die ganze Palette, ob nun 20 Jahres alte Prozessoren oder auch die neueste Core-i-Palette. x86 beginnt bei 16 Bit-Prozessoren und geht bis zu den modenen 64Bit-Prozessoren. Ich bin mir gar nicht mehr sicher, gab es von Intel auch 8 Bit-Prozessoren?
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ist wohl mal wieder das "reality distortion field", was bei Apple-Usern gerne den Blick verklärt. ;)

In der Realität war Microsoft mit Notebooks auf ARM-Basis drei Jahre früher dran als Apple.
Würde Apple im gleichen Tempo seine Software auf Arm portieren wie Microsoft, würden Pages&Co nur mit Rosetta laufen.

Windows on ARM: Qualcomm sieht den Snapdragon X Elite gegenüber Apples M3 vorn
Nebenbei: MediaTek Dimensity 9300 benchmarked: Qualcomm should be worried

Ein Windows-Gerät (wie ein Tablet) wäre mit dem Dimensity 9300 preislich sehr interessant, aber anscheinend nicht gewollt.
 
Da ist wohl mal wieder das "reality distortion field", was bei Apple-Usern gerne den Blick verklärt. ;)

In der Realität war Microsoft mit Notebooks auf ARM-Basis drei Jahre früher dran als Apple.
Und Smartphones auf Basis von ARM Chips mit Microsoft-Betriebssystem gab es auch schon, da hat Apple noch nicht mal von einem iPhone geträumt.
Ist ja schön, wenn man gemütlich vorm Ofen sitzt, den Blick verklärt in die Vergangenheit schweifen lässt und sagen kann: Ja, Microsoft war früher dran.

Nur leider ist der Punkt ein ganz anderer, um in die Realität zurückzukommen. Microsoft ist es nicht, die ARM auf breiter Front einsetzten. Vielleicht wird es noch, derzeit ist es nun mal Apple, ob man das nun gut oder schlecht findet. Ich hoffe, dass in ein paar Jahren mein nächster PC mit Windows on ARM läuft, die Hand würde ich dafür aber nicht ins Feuer legen. Mein nächster Mac mini ist dagegen mit Sicherheit ein ARM-Rechner. Früh dran sein ist schön, wenn es gelingt etwas aus dem Vorteil zu machen.
Vor ein paar Jahren hatte ich mal ein Tablet mit Windows auf ARM-Basis. Leider weiß ich nicht mehr wie die Windows-Variante hieß. Microsoft hat das ja recht schnell wieder eingestampft. Das gehört wohl zur Kernkompetenz. Früh dran sein und früh wieder aufgeben.

Solange der goldene Käfig einen nicht behindert, kann er halt sehr bequem wirken.
In der Tat, es wirkt nicht nur bequem, es ist es auch. Wenn Microsoft mehr Durchhaltevermögen gezeigt hätte, wäre ich wohl heute noch im Microsoft-Universum. So habe ich neben einem Windows 11-PC auch einen Mac mini M1, ein iPad Pro, ein iPhone 14 und eine Apple Watch 8. Alles Dinge, welche ich gerne von Microsoft hätte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeige
Oben