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XBOX: Jetzt kommt der große Reset – Personalabbau inklusive

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Redaktion
XBOX: Jetzt kommt der große Reset – Personalabbau inklusive
von Martin Geuß
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Seit Februar leiten Asha Sharma und Matt Booty die Geschicke der XBOX. In einem Rundschreiben an die Belegschaft ziehen sie eine erste Zwischenbilanz und stimmen auf den großen Umbruch ein: „Die nächsten 100 Tage: XBOX Reset“ lautet die Überschrift. Microsofts Gaming-Sparte steht vor einem großen Umbruch.

Es waren überwiegend gute Nachrichten, welche wir seit dem Führungswechsel hörten. Die Preise für den XBOX Game Pass gingen zurück, es gab ein erneuertes Bekenntnis zur Konsole und es gibt auch wieder Exklusivtitel. In der ersten Phase waren Asha Sharma und ihr Team bemüht, den Fans genau das zu sagen, was sie hören wollen.

Anscheinend mit Erfolg. In den ersten 100 Tagen habe man mehr Plattform-Updates ausgeliefert als im gesamten Jahr zuvor, heißt es in dem Rundschreiben, das auf dem XBOX-Blog öffentlich einsehbar ist. Es gibt mehr Partner als je zuvor, und die getroffenen Maßnahmen scheinen erste Früchte zu tragen. Nach acht Monaten kontinuierlichen Rückgangs legt der XBOX Game Pass erstmals wieder zu.

Nach dieser positiven Einleitung geht es allerdings ans Eingemachte. Trotz der positiven Signale muss man sich „harten Realitäten“ stellen, heißt es. Der XBOX-Sparte steht jetzt ein massiver Umbruch bevor.

Die Expansionsstrategie hat nicht funktioniert​


In den vergangenen Jahren hat Microsoft versucht, seine Position durch massive Zukäufe zu stärken. Ungewöhnlich offen stellen Sharma und Booty dar, dass diese Strategie nicht funktioniert hat. Die Activision-Übernahme ausgeklammert, hat Microsoft in den vergangenen fünf Jahren 20 Milliarden US-Dollar in Zukäufe investiert. Gleichzeitig sind die Einnahmen um eine halbe Milliarde Dollar gesunken. Mit anderen Worten: Es wurde massiv Geld verbrannt. Das laufende Geschäftsjahr, welches am 30. Juni endet, wird XBOX mit einer Marge von voraussichtlich drei Prozent beenden. Also mehr oder weniger eine „schwarze Null“.

Mit der Strategie, sich zusätzliche Studios einzuverleiben, habe man sich einerseits selbst überfordert und diese Studios und deren Spiele gleichzeitig geschwächt, heißt es außerdem. Obwohl es enorm wichtig sei, eine verlässliche Pipeline großartiger Spiele zu haben, müsse man genau abwägen, wo man in den kommenden fünf Jahren seine Prioritäten bei den Investitionen setzt.

Komponentenkrise trifft XBOX härter als die Konkurrenz​


Alle Hardware-Hersteller leiden aktuell massiv unter der Komponentenkrise. Insbesondere Speicherchips sind schwer zu bekommen und zudem teuer. Sharma schreibt, dass sich die Preise für die Speicherkomponenten der XBOX seit Herbst 2025 vervierfacht haben. Man rechnet damit, dass zum Jahresende hin die Herstellung einer XBOX um das Fünffache teurer ist als noch vor zwei Jahren.

Zwar müssen alle Hersteller mit dieser Krise umgehen, die XBOX sei jedoch „aufgrund der Entscheidungen der vergangenen fünf Jahre“ deutlich härter betroffen als die Konkurrenz.

Man sei aktuell nicht in der Lage, ausreichend Konsolen zu produzieren. Für die Zukunft benötige man ein neues Geschäftsmodell und neue Hardware-Partnerschaften. (siehe dazu auch: XBOX-Konsolen und Game Pass: Asha Sharma spricht von radikal neuen Geschäftsmodellen)

Massiver Personalabbau steht bevor​


Die Maßnahmen, die man jetzt angeht, würden für Teile der Belegschaft „überraschend und auch frustrierend“ sein, heißt es schließlich im letzten Absatz. Was das bedeutet, liegt auf der Hand. Die XBOX möchte sich gesundschrumpfen, und das bedeutet, dass der Beginn dieser Reise für Teile der Belegschaft das Ende ist.

Bloomberg berichtet unter Berufung auf Insider, dass die Pläne für einen massiven Personalabbau bereits sehr konkret sind. Die Umsetzung soll mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. Juli erfolgen. In diesem Zusammenhang seien gleichzeitig erhebliche Budgetkürzungen in vielen Bereichen geplant, überraschenderweise auch im Marketing.

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Artikel im Blog lesen
 
Die aktuelle Entwicklung bei XBOX wirkt wie die Konsequenz für jahrelange Fehlentscheidungen des Managements. Microsoft hat Milliarden für Übernahmen ausgegeben und dabei offenbar unterschätzt, wie komplex die Integration von so vielen Studios gleichzeitig ist.
Hinzu kommt, dass Microsoft auch bei der Hardware-Sparte nicht frei von Verantwortung ist. Die Verfügbarkeit der XBOX-Konsolen litt über lange Zeit unter Liefer- und Komponentenproblemen, während Sony trotz derselben globalen Rahmenbedingungen am Ende deutlich erfolgreicher aus der Situation hervorging. Das wirft die Frage auf, ob XBOX die eigenen Herausforderungen rechtzeitig erkannt und angemessen adressiert hat.
Besonders alarmierend ist die Kombination aus weiterem Personalabbau und Einsparungen im Marketing. Wer gleichzeitig Mitarbeiter entlässt und die Sichtbarkeit seiner Produkte reduziert, sendet kaum das Signal eines Unternehmens im Aufbruch.
Asha Sharma und Matt Booty erscheinen dabei eher als die Gesichter einer Strategie, die längst auf höherer Ebene festgelegt wurde. Die eigentlichen Entscheidungen dürften weit über ihnen getroffen werden. Ob sie tatsächlich einen Neuanfang gestalten oder lediglich die Folgen früherer Fehlentscheidungen verwalten, wird sich erst noch zeigen.
 
RIP Xbox Konsole?


Das laufende Geschäftsjahr, welches am 30. Juni endet, wird XBOX mit einer Marge von voraussichtlich drei Prozent beenden. Also mehr oder weniger eine „schwarze Null“.
Mit Activision? - dann macht der Rest ordentlich Minus.


Man rechnet damit, dass zum Jahresende hin die Herstellung einer XBOX um das Fünffache teurer ist als noch vor zwei Jahren.
Das will ich nicht glauben.
Dann war sie vorher viel zu teuer, oder müßte bald >1000€ kosten.

Die haben sich evtl. ziemlich verzockt.
Ende der alten Konsole geplant, eine neue ist jetzt unbezahlbar.
 
Derzeitige oder NextGen?
Letztere könnte ja auch 1Kilowatt Strom verbrauchen und mit 5000€ PCs konkurrieren, dann paßt es ja wieder.
 
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