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XBOX-Konsolen und Game Pass: Asha Sharma spricht von radikal neuen Geschäftsmodellen
von Martin Geuß
XBOX-Chefin Asha Sharma steht vor einer enormen Herausforderung: Um Microsofts Gaming-Sparte wieder auf Erfolgskurs zu bringen, braucht sie Wachstum – auch und insbesondere beim XBOX Game Pass sowie bei den Absatzzahlen der Konsolen. „Radikal andere Geschäftsmodelle“ sollen dabei helfen. Wie diese aussehen könnten, verrät sie noch nicht.
Nach der saftigen Preiserhöhung beim XBOX Game Pass im Oktober 2025 hatte Microsoft Abonnenten in siebenstelliger Anzahl verloren. Die kürzlich erfolgten Preissenkungen hatten offenbar den erhofften Effekt, wie Sharma in einem Interview (via WindowsCentral) verrät.
„Wir sehen mehr Abonnenten und zudem eine stärkere Bindung, aber wir haben noch mehr Arbeit vor uns. Deshalb werden wir diesen Sommer mehr tun, um flexiblere Angebote zu schaffen, die alle Spielertypen abdecken.
Die Aussage ist nicht neu, im Rahmen der angekündigten Preissenkung hatte sich Sharma bereits ähnlich geäußert. Gerüchte hierzu gibt es reichlich, so spekuliert man weiterhin über ein Bundle mit Netflix. Gespräche zwischen den beiden Unternehmen haben bereits stattgefunden. Mit Discord hat man kürzlich eine Partnerschaft angekündigt, die uns eine Vorstellung davon gibt, wie solche Bündelungen aussehen könnten.
Seit Jahren sagt man Microsoft nach, dass sie lieber heute als morgen aus dem Konsolengeschäft aussteigen würden. Der Zeitpunkt dafür wäre aktuell ziemlich perfekt. Quartal für Quartal meldet Microsoft Absatzrückgänge von 10, 20, 30 oder mehr Prozent. Das geht schon so lange, dass man sich jedes Mal fragt, wie lange dieser Sinkflug denn noch gehen kann, bis man am Nullpunkt aufschlägt.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, zwingen die aufgrund des KI-Booms horrend teuren Komponenten alle Hersteller zu Preisanpassungen. Für die nächste Generation „Project Helix“ müsste Microsoft wahrscheinlich einen deutlich vierstelligen Betrag aufrufen, um auch nur halbwegs kostendeckend zu bleiben. XBOX-Strategiechef Matthew Ball hatte dazu bereits Stellung bezogen und gesagt, man müsse „alles überdenken“, was mit Project Helix zu tun hat.
In die gleiche Kerbe haut auch seine Chefin.
„…ich denke, wir werden weiterhin neue Geschäftsmodelle prüfen. Wir benötigen nicht nur die hochwertigste, leistungsfähigste Konsole der Welt. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem es schwer vorstellbar ist, dass ein breites Publikum tausende Dollar für eine Konsolengeneration ausgibt. Deshalb werden wir später in diesem Jahr radikal andere Geschäftsmodelle sehen, die wir nie erwartet hätten.“
Vielsagend nichtssagend, aber es liegt auf der Hand, dass Microsoft in der Tat radikal neue Ideen entwickeln muss, um das Konsolengeschäft auf tragfähige Beine zu stellen. Die alte Rechnung, Konsolen mit Verlust zu verkaufen und mit den Inhalten Geld zu verdienen, geht bei den hohen Komponentenpreisen nicht mehr auf. Angebote wie „Xbox All Access“ legen den Anschaffungspreis lediglich auf die Laufzeit um und sind somit auch nur bedingt hilfreich.
Bleiben wir gespannt. Es ist immerhin bemerkenswert, dass Microsoft nicht einfach die Flinte ins Korn wirft, sondern sich der Herausforderung stellen will.
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von Martin Geuß
XBOX-Chefin Asha Sharma steht vor einer enormen Herausforderung: Um Microsofts Gaming-Sparte wieder auf Erfolgskurs zu bringen, braucht sie Wachstum – auch und insbesondere beim XBOX Game Pass sowie bei den Absatzzahlen der Konsolen. „Radikal andere Geschäftsmodelle“ sollen dabei helfen. Wie diese aussehen könnten, verrät sie noch nicht.
Trendwende beim XBOX Game Pass?
Nach der saftigen Preiserhöhung beim XBOX Game Pass im Oktober 2025 hatte Microsoft Abonnenten in siebenstelliger Anzahl verloren. Die kürzlich erfolgten Preissenkungen hatten offenbar den erhofften Effekt, wie Sharma in einem Interview (via WindowsCentral) verrät.
„Wir sehen mehr Abonnenten und zudem eine stärkere Bindung, aber wir haben noch mehr Arbeit vor uns. Deshalb werden wir diesen Sommer mehr tun, um flexiblere Angebote zu schaffen, die alle Spielertypen abdecken.
Die Aussage ist nicht neu, im Rahmen der angekündigten Preissenkung hatte sich Sharma bereits ähnlich geäußert. Gerüchte hierzu gibt es reichlich, so spekuliert man weiterhin über ein Bundle mit Netflix. Gespräche zwischen den beiden Unternehmen haben bereits stattgefunden. Mit Discord hat man kürzlich eine Partnerschaft angekündigt, die uns eine Vorstellung davon gibt, wie solche Bündelungen aussehen könnten.
Mammutaufgabe Konsolen-Absätze
Seit Jahren sagt man Microsoft nach, dass sie lieber heute als morgen aus dem Konsolengeschäft aussteigen würden. Der Zeitpunkt dafür wäre aktuell ziemlich perfekt. Quartal für Quartal meldet Microsoft Absatzrückgänge von 10, 20, 30 oder mehr Prozent. Das geht schon so lange, dass man sich jedes Mal fragt, wie lange dieser Sinkflug denn noch gehen kann, bis man am Nullpunkt aufschlägt.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, zwingen die aufgrund des KI-Booms horrend teuren Komponenten alle Hersteller zu Preisanpassungen. Für die nächste Generation „Project Helix“ müsste Microsoft wahrscheinlich einen deutlich vierstelligen Betrag aufrufen, um auch nur halbwegs kostendeckend zu bleiben. XBOX-Strategiechef Matthew Ball hatte dazu bereits Stellung bezogen und gesagt, man müsse „alles überdenken“, was mit Project Helix zu tun hat.
In die gleiche Kerbe haut auch seine Chefin.
„…ich denke, wir werden weiterhin neue Geschäftsmodelle prüfen. Wir benötigen nicht nur die hochwertigste, leistungsfähigste Konsole der Welt. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem es schwer vorstellbar ist, dass ein breites Publikum tausende Dollar für eine Konsolengeneration ausgibt. Deshalb werden wir später in diesem Jahr radikal andere Geschäftsmodelle sehen, die wir nie erwartet hätten.“
Vielsagend nichtssagend, aber es liegt auf der Hand, dass Microsoft in der Tat radikal neue Ideen entwickeln muss, um das Konsolengeschäft auf tragfähige Beine zu stellen. Die alte Rechnung, Konsolen mit Verlust zu verkaufen und mit den Inhalten Geld zu verdienen, geht bei den hohen Komponentenpreisen nicht mehr auf. Angebote wie „Xbox All Access“ legen den Anschaffungspreis lediglich auf die Laufzeit um und sind somit auch nur bedingt hilfreich.
Bleiben wir gespannt. Es ist immerhin bemerkenswert, dass Microsoft nicht einfach die Flinte ins Korn wirft, sondern sich der Herausforderung stellen will.
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