Gadget-Check: Nixplay Smart Photo Frame, ein digitaler WLAN-Bilderrahmen für Fotos und Videos

Gadget-Check: Nixplay Smart Photo Frame, ein digitaler WLAN-Bilderrahmen für Fotos und Videos

Wo Gadget-Check drauf steht, ist bei uns normalerweise Alex drin. Heute machen wir eine Ausnahme, denn ich habe mir den Nixplay Smart Photo Frame angeschaut. Dabei handelt es sich um einen digitalen Bilderrahmen, der sich per WLAN bespielen, aber auch mit Cloud-Diensten wie Google Photos verknüpfen lässt.

Schlicht und Schwarz

Das Design des Nixplay Smart Photo Frame ist maximal schlicht. Er ist schwarz und verfügt über glatte Kanten. Er kann wahlweise aufgestellt oder an die Wand gehängt werden, es liegen sogar unterschiedliche Dübel für Beton und Rigips mit im Karton. Aufstellen kann man den Rahmen im Hoch- oder Querformat, ein Lagesensor richtet die Inhalte automatisch aus. Der Aufstellwinkel kann über den Schwanenhals an der Rückseite, der gleichzeitig den Anschluss an das Netzteil beinhaltet, frei gewählt werden.

Nixplay Smart Photo Frame

Man merkt nicht nur am Preis, dass man es hier mit einem Premium-Produkt zu tun hat. Der Rahmen ist zwar aus Kunststoff, fühlt sich aber hochwertig und edel an. Auch die beigelegte, 30 seitige Bedienungsanleitung ist durchaus eine Erwähnung wert, weil sie den Käufer prima durch die Einrichtung führt und nicht mit „Auspacken sie das Ständer und Kabel sie verbinden Strom mit den Stecker“ beginnt, sondern in einwandfreiem Deutsch verfasst ist. Das gilt im Übrigen auch für die Menüs.

Inbetriebnahme

Die beigelegte Anleitung ist gut, eigentlich braucht man sie aber gar nicht, denn nach dem ersten Einschalten wird man auch von dem Rahmen selbst durch die Einrichtung geführt. Die Nixplay-App hilft bei der Verbindung mit dem WLAN und erlaubt das Verändern der Einstellungen. Sie kann als Fernbedienung benutzt werden, muss aber nicht, denn eine separate Fernbedienung liegt bei. Clever gelöst: Damit man das kleine Ding nicht verlegt, kann man es magnetisch an der Rückseite des Rahmens andocken.

Die Einstellungen sind sehr vielseitig, sie alle einzeln durchzugehen würde den Rahmen sprengen. Also den Rahmen des Beitrags natürlich. Die Screenshots aus der App zeigen, was sich alles konfigurieren lässt.

Nixplay App

 

Inhalte aufspielen

Man knipst ja heutzutage überwiegend mit dem Smartphone, und dafür wurde der Nixplay Smart Photo Frame auch geschaffen. Jeder, der über die Nixplay App mit dem Rahmen verbunden ist, kann Bilder aus der Fotogalerie seines Smartphones hochladen und Alben erstellen, die dann einzeln, chronologisch oder einfach wild durcheinander abgespielt werden können.

Wer Google Photos nutzt, kann Bilder auch von dort importieren. Ich habe mir beispielsweise ein eigenes Album in Google Photos für den Nixplay angelegt. Bilder, die ich diesem Album hinzufüge, werden wenig später auch der Playlist auf dem Rahmen zugefügt.

Darüber hinaus kann mit dem Nixplay noch sein eigenes kleines soziales Netzwerk aufbauen, in dem man über die App Freunde einlädt. Wenn sich mehrere Besitzer eines Nixplay zusammentun, können sie sich gegenseitig Bilder schicken und die Empfänger können dann entscheiden, ob sie diese auf ihrem eigenen Rahmen anzeigen lassen wollen.

(Update vom 28.11.19): Von einem Windows-PC aus kann man ebenfalls Fotos auf den Rahmen überspielen, dazu ist ein Nixplay-Konto erforderlich, das mit dem Rahmen verknüpft wird. Wenn man das erledigt hat, loggt man sich unter www.nixplay.de ein und kann dann Bilder von der lokalen Festplatte auf den Bilderrahmen übertragen. Über dieses Webinterface kann man sich auch mit Facebook, Instagram oder Flickr verbinden und Bilder von dort auf dem Rahmen anzeigen lassen. Auch die Anbindung an Dropbox ist möglich. Eine Schnittstelle zu OneDrive gibt es leider nicht.

Der interne Speicher des Rahmens ist 8 GB groß, davon sind ca. 5 GB tatsächlich für Fotos nutzbar.

Bildqualität

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Der Bildqualität. Der Nixplay Smart Photo Frame bietet auf 9.7 Zoll eine Auflösung von 2.048 mal 1.536 Pixel bei einer Helligkeit von maximal 350 cd/m2. Alle Fotos, die ich testweise aufgespielt habe, wurden gestochen scharf und farbenfroh wiedergegeben. Mir fehlt der direkte Vergleich, ich habe noch kein ähnliches Produkt getestet, dennoch würde ich die Bildqualität als erstklassig bezeichnen.

Nixplay Smart Photo Frame

Videos können ebenfalls abgespielt werden, der integrierte Lautsprecher gibt auch den zugehörigen Ton wieder. Hier ist mir aufgefallen, dass fast jedes Video in den ersten 1-2 Sekunden ruckelt.

Der Nixplay Smart Photo Frame verfügt übrigens noch über einen Bewegungssensor. Ist dieser eingeschaltet, dann spielt er nur Bilder ab, wenn sich auch jemand in der Nähe befindet.

Neben den vielen Möglichkeiten, die Inhalte in Alben und Playlisten zu sortieren, gibt es auch noch zahlreiche Anzeigemodi, die Bilder können beispielsweise bildschirmfüllend oder wie Fotos auf einem Stapel angezeigt werden, dazu gesellen sich viele verschiedene Überblend-Effekte.

Nixplay Smart Photo Frame

Fazit

Der Nixplay Smart Photo Frame ist ein tolles, aber auch kostspieliges Spielzeug. Für das von mir getestete Modell mit 9,7 Zoll großem 2k-Display werden 279 Euro fällig. Angesichts der großen und günstigen Konkurrenz in diesem Markt ist das ein ambitionierter Preis, dafür bekommt man aber auch ein ambitioniertes Produkt, das nicht nur hochwertige Hardware, sondern auch eine gute Software und eine durchdachte App mitbringt.

Schmerzlich vermisst habe ich letztlich nur die Möglichkeit, eigene Bilder von meinem PC auf den Bilderrahmen zu bringen, ohne einen Umweg z.B. über Google Photos gehen zu müssen.

Kaufen kann man das gute Stück direkt beim Hersteller.

Update vom 28.11.19: In der ursprünglichen Fassung dieses Artikels stand fälschlicherweise, dass man von einem Windows-PC aus keine Bilder auf den Rahmen überspielen kann. Nach einem Hinweis durch den Hersteller habe ich den Beitrag entsprechend angepasst (siehe oben).

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Schönes Teil, aber wenn nur Google Photos als Quelle möglich ist, dann ist das Gerät für mich schon gestorben. Google Dienste sind und bleiben ein No Go.
    Daran werden wir uns gewöhnen müssen! Windows war einmal. Aber es wird Produkte geben die auch mit anderen Clouds können.
    Schau mal in den Link. Dropbox geht auch. Und für die die es brauchen auch Facebook und Instagram.
    So einen hochauflösenden Rahmen suche ich schon länger. Etwas größer dürfte er aber schon sein.
    Dann lieber Bilder ausdrucken und täglich wechseln.
    Im Ernst, wer gibt ein Vermögen für 'nen Bilderrahmen aus, der nicht einmal bedienbar ist ohne Android Gerät.
    Wie so oft werden die Milliarden Windows Phone und Windows PC Nutzer ausgeblendet.
    Alleine für derlei Machenschaften gehört das Teil boykottiert.
    Ich möchte meine lokalen Bilder auf das Teil streamen, da kann ich dann aber auch für 100 € nen billigen TV kaufen und an die Wand hängen. Ist auf jeden Fall flexibler.
    Ich wünsche dem Unternehmen für diese rassistische Praktik die Insolvenz.
    In wie weit ist das Gerät im lokalen Netzwerk ohne Internetanbindung zu nutzen? Cloudservice fällt weg, das ist klar. Smartphone Android und iOS im lokalen Netzwerk möglich? Wozu braucht es ein Konto, wenn man es via WindowsPC nutzen möchte? Und zu guter letzt, wie viel passt da drauf? (Speicher)
    Ich hätte schwören können, dass ich die Speicherkapazität mit angegeben habe - hab ich aber nicht. Knapp 5 GB an Bildern kann man lokal auf dem Gerät speichern. Die Playlists werden auch zwischengespeichert, denn auch ohne WLAN läuft die Diashow weiter. Ich weiß allerdings nicht, wie das Teil damit umgeht, wenn eine Playlist größer als 5 GB ist, so viel habe ich noch nicht drauf gepackt.
    Wie es ganz ohne Internet, also nur mit WLAN aussieht, weiß ich nicht, finde ich aber auch nicht wirklich relevant. Jemandem ohne Internetzugang würde ich so ein Gerät natürlich nicht empfehlen.
    Wie es ganz ohne Internet, also nur mit WLAN aussieht, weiß ich nicht, finde ich aber auch nicht wirklich relevant. Jemandem ohne Internetzugang würde ich so ein Gerät natürlich nicht empfehlen.

    Darum geht es doch gar nicht......In Zeiten von Smart-Geräten mit Heimfunk finde ich es durchaus interessant zu erfahren in wie weit sich so ein Gerät isoliert betreiben lässt. Sei es von der Aussenwelt abgekapselt oder in einem separaten Netzwerk.
    Nenne mich von mir aus eigen, aber ich erlaube weder TV, Drucker und vernetzte Lautsprecher einen Kontakt zur Aussenwelt wenn sich diese Geräte im selbigen Netzwerk wie das meinige befinden.
    Da kann ich dir natürlich ebenfalls nur Recht geben. Dass man bald wohl ein Online-Konto beim Hersteller benötigt, um ein Waffeleisen in Betrieb nehmen zu können, geht mir auch gegen den Strich. Ich habe davor aber ehrlich gesagt schon beinahe kapituliert, man hat ja keine echte Macht. Wenn es alle Hersteller gleich tun, kann man keinen mehr mit Boykott strafen.
    In diesem konkreten Fall ist es aber ok. Das ist eben ein smarter Bilderrahmen und nur durch entsprechende Vernetzung kann er sein Potenzial ausschöpfen.
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