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Intel nimmt Stellung zu Sicherheitslücke: Berichte übertrieben – auch andere Hersteller betroffen

Intel nimmt Stellung zu Sicherheitslücke: Berichte übertrieben - auch andere Hersteller betroffen

Es war eine ziemlich wilde Geschichte, die heute in allen Tech-Medien die Runde machte: In den Intel-CPUs soll eine schwere, nur sehr schwierig zu patchende Sicherheitslücke stecken, die bereits verfügbaren oder zu erwartenden Patches würden zu einer erheblichen Verschlechterung der Performance führen. Auch wir hatten das Thema aufgegriffen, aber zum Abwarten aufgerufen, so lange keine belastbaren Informationen vorliegen.

Nun hat sich Intel zu Wort gemeldet und bestätigt, dass es tatsächlich ein aktuelles Sicherheitsproblem gibt. Entsprechende Exploits könnten Zugriff auf  sensible Daten erlangen – gleichzeitig schreibt Intel aber auch, dass es nach bisherigen Erkenntnissen nicht möglich ist, kritische Daten im Speicher zu manipulieren, zu überschreiben oder zu löschen. Die Berichterstattung über das Thema bezeichnet Intel als übertrieben und unkorrekt. Weder sei die Gefährdung so extrem wie dargestellt, noch wären die zu erwartenden Performance-Einbußen wirklich signifikant. Man sei sich außerdem sicher, dass man diese durch weitere Updates wieder weitgehend egalisieren kann.

Auch die Behauptung, nur Intel-CPUs seien von dem Fehler betroffen, soll falsch sein. Man arbeite mit zahlreichen Technologie-Konzernen, darunter auch AMD und ARM Holdings, sowie mit verschiedenen Betriebssystem-Herstellern an einer Lösung, schreibt Intel in seiner Stellungnahme. Entsprechende Patches und Firmware-Updates sollen in der kommenden Woche verfügbar sein.

Es sei ohnehin geplant gewesen, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Alle beteiligten Unternehmen hätten sich darauf verständigt, gemeinsam und zeitgleich Informationen zu veröffentlichen – und zwar erst dann, wenn auch die zugehörigen Fixes bereit stehen. Aufgrund des Medienrummels sah man sich bei Intel aber nun gezwungen, vorab eine öffentliche Stellungnahme abzugeben.

Abschließend empfiehlt Intel allen Kunden, die Veröffentlichungen der Hersteller der von ihnen genutzten Produkte in den nächsten Tagen zu beobachten und Updates umgehend zu installieren, sobald sie zum Download zur Verfügung stehen.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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