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Kompaktes Gaming-Notebook: Acer Predator Triton 300 SE ausprobiert

Kompaktes Gaming-Notebook: Acer Predator Triton 300 SE ausprobiert

Mit dem Predator Triton 300 SE hat Acers Gaming-Submarke ein äußerst kompaktes Gaming-Notebook im Programm. Es besitzt ein für diese Geräteklasse eher ungewöhnlich kleines 14 Zoll Display und ist daher kaum größer als ein DIN A4 Blatt. Kann das in der Praxis überzeugen?

Acer Predator Triton 300 SE Frontalansicht

Beginnen wir wie üblich mit dem Steckbrief des Testgeräts, bevor wir uns an den wichtigsten Merkmalen abarbeiten:

Technische Daten des Acer Predator Triton 300 SE

  • Display: 14 Zoll, OLED, 2.880×1.800 Pixel (16:10), 90Hz, HDR
  • CPU: Intel Core i7-12700H
  • RAM: 16 GB DDR4
  • Grafik: Nvidia Geforce RTX 3060
  • Speicher: 1 TB NVMe SSD (Micron 3400)
  • Anschlüsse: 2xUSB-A 3,1, 1xUSB-C 3.1/Thunderbolt 4, HDMI 2.1, 3,5mm Klinke, Kensington
  • Drahtlos: Wi-Fi 6e, Bluetooth 5.2
  • Webcam: 2 MP
  • Sicherheit: Fingerprint-Scanner
  • Betriebssystem: Windows 11 Home
  • Maße: 313.5x227x19.9mm
  • Gewicht: ca. 1,7 kg
  • Preis: ab 1.799 € (mit 512 GB SSD)

Display

Das 14 Zoll große OLED-Display des Predator Triton 300 SE bietet eine Auflösung von 2.880×1.800 Pixel und unterstützt HDR. Wer schon einmal ein gutes OLED in Aktion gesehen hat, wird kaum noch etwas anderes wollen, in Spielen können diese Bildschirme ihre Brillanz prima zur Geltung bringen, aber auch zum Medienkonsum sind sie bestens geeignet. Nachteile im Office-Betrieb gibt es kaum.

Obwohl es sich nicht um einen Touchscreen handelt, spiegelt der Bildschirm leider sehr stark, in Spielen mit dunkler Atmosphäre sollte es daher auch im Raum nicht allzu hell sein, sonst kann man sich nämlich selbst zuwinken.

Trotz der hervorragenden Bildqualität kommen Spiele wie beispielsweise der Microsoft Flight Simulator auf dem verhältnismäßig kleinen Bildschirm allerdings nicht wirklich gut zur Geltung. Das ist keine Kritik am Gerät, sondern eher ein Hinweis, dass man sich gut überlegen sollte, welche Spiele man spielt und ob man mit 14 Zoll dann noch gut bedient ist.

Design und Verarbeitung

Für ein Gaming-Notebook kommt das Predator Triton 300 SE beinahe schlicht daher, was allerdings auch und vor allem an der Kompaktheit liegt, die sich aus dem 14 Zoll Bildschirm ergibt. Die großen Abluftöffnungen sind allerdings ein deutliches Anzeichen dafür, dass hier viel Hitze abtransportiert werden muss, was wiederum ein eindeutiger Hinweis auf die angedachte Verwendung ist.

Acer Predator Triton 300 SE Luefteroeffnungen

Die Verarbeitung ist einwandfrei und die schwere Basis verleiht dem Gerät einen soliden Eindruck. Die Display-Einheit lässt sich stark verwinden und vermittelt somit eine gewisse Fragilität. Das will nichts heißen, ich hatte keine Angst, es könnte etwas kaputt gehen, aber das kennt man besser und auf ein paar Gramm zusätzliches Gewicht für einen steiferen Rahmen wäre es bei 1,7 kg nicht angekommen.

Tastatur und Trackpad

Das Triton 300 SE wurde zum Spielen gebaut, insofern sind hier besondere Maßstäbe anzusetzen. Nichtsdestotrotz beurteile ich den Schreibkomfort, denn die meisten Leute, die sich ein Spiele-Notebook kaufen, werden sich kein Zweitgerät für alltägliche Arbeiten zulegen.

Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und einen etwas längeren Tastenhub, als das bei Office-Geräten üblich ist. Das ist dem vorgesehenen Einsatzgebiet geschuldet, fühlt sich aber auch beim Schreiben sehr angenehm an.

Acer Predator Triton 300 SE Tastatur

Das Touchpad fällt mit 11×6,8cm vergleichsweise klein aus – ein Kompromiss, den ich nachvollziehen kann. Es bleibt dafür mehr freie Fläche zum Ablegen der Hände beim Spielen, außerdem wird man an einem solchen Gerät typischerweise eine Maus benutzen. Für den Fingerabdruckscanner hätte man allerdings einen anderen Platz finden können, den müsste man da nicht auch noch mit reinquetschen.

Die Tastenbeleuchtung bietet vier Helligkeitsstufen, bei der Farbwahl gibt es gerätetypisch diverse Effekte und Spielereien, die Tasten können in jeder beliebigen Farbe dauerhaft oder pulsierend leuchten.

Performance

Wie regelmäßige Leser wissen, gibt es bei meinen Reviews keine Laborergebnisse, sondern nur praktische Erfahrungen, daher fällt dieser Abschnitt kurz und knackig aus. Alle Spiele, die ich auf dem Triton 300 SE ausprobiert habe, ließen sich flüssig spielen, das waren beispielsweise der Microsoft Flight Simulator, Forza Horizon 5, Grounded und Resident Evil Village.

Allzu große „Zukunftsreserven“ dürfte der verbaute Grafikchip Nvidia Geforce RTX 3060 allerdings nicht haben, bei zukünftigen Titeln sollte man sich darauf einstellen, diese nicht in der nativen Auflösung spielen zu können. Hier wird das kleine Display wiederum zum Vorteil, denn eine reduzierte Auflösung wirkt sich optisch weniger stark aus.

Acer Predator Triton 300 SE im Spielbetrieb

Aus zwei Gründen empfiehlt sich das Spielen mit Kopfhörer: Obwohl auf dem Gerät ein dts-x Logo prangt, ist der Sound vergleichsweise dünn, außerdem drehen die Lüfter unter Last enorm auf und erzeugen eine nicht zu vernachlässigende Geräuschkulisse.

Im Office-Betrieb springt der Lüfter zwar auch hin und wieder an, man nimmt ihn aber dennoch kaum wahr.

Akkulaufzeit

Gaming-Laptops haben einen Akku, weil der halt dazugehört. Die Geräte sind aber nicht dafür gebaut, über die integrierte Batterie betrieben zu werden. Die Herstellerangabe von „bis zu zehn Stunden“ Laufzeit vergessen wir daher ganz schnell wieder.

Im Office-Betrieb kam ich auf eine Laufzeit von etwa 5,5 Stunden. Das ist nicht viel, allerdings ist das Gerät für diesen Anwendungszweck nicht vorgesehen und demnach auch nicht aus stromsparenden Betrieb optimiert. Paradox ist allerdings, dass man den Betriebsmodus „Leise“, der die CPU herunter taktet und so den Lüfter schont, nur bei angeschlossenem Netzteil aktivieren kann, obwohl dieser mutmaßlich einen positiven Einfluss auf die Akkulaufzeit haben dürfte.

Spielen kann man im Akkubetrieb auch, erwartungsgemäß aber nicht lange. Nach einer halben Stunde „Grounded“ war auch der Akku halb leer.

Acer Predator Triton 300 SE Seitenansicht

Fazit

Das Acer Predator Triton 300 SE ist eine gute Wahl für alle, die nach einem kompakten und damit leicht zu transportierenden Gaming-Notebook suchen. Ich könnte die ketzerische Frage hinterherschieben: Wer sucht denn sowas? Das zu beantworten, ist allerdings die Aufgabe der Produktstrategen, in aller Regel wird der Markt ja analysiert, ehe man ein Gerät veröffentlicht.

Mich hat das Predator Triton 300 SE nicht so richtig „abgeholt“, aber das liegt vermutlich genau daran, dass ich mich nicht zur Zielgruppe zähle. Objektiv betrachtet löst dieses Gerät alle Erwartungen ein.

 

Disclaimer: Das hier besprochene Gerät wurde uns von Acer leihweise überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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