LibreOffice: Entwickler veröffentlichen Version 7.0 mit besserer Performance und mehr

LibreOffice: Entwickler veröffentlichen Version 7.0 mit besserer Performance und mehr

LibreOffice hatte in der jüngeren Vergangenheit nicht immer das ruhigste Fahrwasser, wenn es um den Einsatz der führenden freien Office-Suite geht. Noch vor wenigen Wochen sollte mit der Veröffentlichung der jetzt erschienenen Version 7.0 eine Umbenennung der Standard-Variante in die LibreOffice Personal Edition vorgenommen werden, womit man die kostenlose Version für Privatanwender stärker von kostenpflichtigen Business-Versionen wie von Collabora abgrenzen wollte. Nachdem diese Entscheidung nun doch kurzfristig zurückgenommen und vertagt wurde, haben die Entwickler mit der neuen Version auch an zentralen technischen Problemen wie der Performance und der Kompatibilität zu Microsoft Office gearbeitet.

Für mehr Leistung unter der Haube soll vor allem eine neue Grafikengine sorgen. Bisher wurde von LibreOffice die freie Grafikbibliothek Cairo verwendet, die unter anderem auch bei Inkscape und diversen anderen OpenSource-Projekten eingesetzt wird, die Office-Suite aber leistungsmäßig an ihre Grenzen gebracht hat. Ab Version 7.0 wechseln die Entwickler auf das von Google entwickelte Skia, welches auch verstärkt von der Vulkan API Gebrauch machen kann und neben diversen Google-Projekten wie Flutter, Android und Chromium (wodurch auch alle anderen Chromium-Browser von Skia profitieren) auch bei Firefox und Thunderbird zum Einsatz kommt. Auch an anderen Stellen, unter anderem bei Calc, wurde an weiteren Leistungsverbesserungen gearbeitet.

Auch die Kompatibilität zu Microsofts eigenen OOXML-Dateiformaten wurde deutlich verbessert. In früheren Versionen speicherte LibreOffice entsprechende Dokumente in einem Kompatibilitätsmodus zu Office 2007. Nun sollen neue Dateien aus Writer, Calc und Impress im nativen Modus von Office 2013/2016/2019 gespeichert werden, sodass die Interoperabilität mit ihren Pendants Word, Excel und PowerPoint einfacher werden soll. Außerdem haben die Enwickler ihre eigenen ODF-Formate auf Version 1.3 aktualisiert. Welche zahlreichen weiteren Verbesserungen noch vorgenommen wurden, findet ihr wie immer in den entsprechenden Release Notes.

LibreOffice 7.0 steht ab sofort für Windows, Mac und Linux zum Download oder als Update bereit. Wer lieber noch etwas mehr auf Stabilität setzen möchte, kann weiterhin auf die Vorgängerversion 6.4 zurückgreifen, die noch weitere 6 Monate mit Fehlerkorrekturen und Sicherheitsverbesserungen versorgt wird.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare

  1. Grade vor ner Stunde die 7er Version installiert. Aber da war noch die Dev-Version angegeben und die 6er als letzte Version. Komisch.
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