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Microsoft Audio Dock ausprobiert: Toller Klang nicht nur in Konferenzen

Microsoft Audio Dock ausprobiert: Toller Klang nicht nur in Konferenzen

Vom Surface Connector hat sich Microsoft auch bei der jüngsten Generation seiner Surface-Geräte nicht getrennt, um die Kompatibilität mit dem Surface Dock zu gewährleisten. Mit dem Microsoft Audio Dock zeigen die Redmonder aber, wohin die Reise in Zukunft gehen könnte.

Wie es der Name „Microsoft Audio Dock“ schon verrät, handelt es sich nicht um ein auf die Surface-Reihe zugeschnittenes Zubehör, es kann aber mit diesen Geräten ebenfalls verwendet werden, sofern ein USB-C Anschluss vorhanden ist. Das Audio Dock ist ein Konferenzlautsprecher, der gleichzeitig alle wichtigen Funktionen einer Docking Station übernehmen kann.

Microsoft Audio Dock Frontansicht

Technische Daten des Microsoft Audio Dock

Lautsprecher Hochtöner: 2x OD 25,9 × H 11,6 mm, je 5 Watt
Tieftöner: L 54 × B 48,8 × H 41,5 mm, 15 Watt
max. Schalldruck 90 dB
Frequenzgang:
70 Hz~20 kHz für Musikwiedergabe
200 Hz~8 kHz im Konferenzmodus
Audio-Codecs Codec RK2108
Amp TAS5805
Mikrofone zwei omnidirektionale Mikrofonarrays
Anschlüsse 1xUSB-C 3.1 (nur Daten), bis 7,5W
1xUSB-C 3.1, bis zu zwei [email protected] via DSC, bis 7,5W
1x USB-A 3.2
HDMI 2.0 ([email protected] Hz)
unterstützt MST an USB-C- und HDMI-Anschluss
PC-Verbindung via USB-C (Kabellänge 1m), 60W Ladeleistung via PowerDelivery
Tasten/Steuerung Microsoft Teams-Taste, Stummschalttaste, Lautstärkeregler, Wiedergabe-/Pause-Taste
Kompatibilität PC und Mac
Farbe Mattschwarz
Maße 167,6 x 80,2 × 81 mm (BTH)
Gewicht 650 Gramm
Preis  289 Euro UVP (Straßenpreis bereits deutlich darunter)

Microsoft Audio Dock Rückansicht

Das Microsoft Audio Dock wird mit einem 90 Watt starken Netzteil im typischen Surface-Design geliefert. Das USB-C Kabel zur Verbindung mit dem Computer ist fest verbaut und etwa einen Meter lang. Das Kabel lässt sich ganz oder teilweise um die Basis wickeln und verschwindet hinter einer Gummilippe, das ist einerseits praktisch für den Transport, andererseits lässt sich die tatsächliche Länge des Verbindungskabels auf diese Weise einfach einstellen.

Die Verbindung mit meinem Surface Pro 9 Testgerät funktionierte erwartungsgemäß problemlos. Ich wollte zunächst die Klangqualität der Lautsprecher testen, darum startete ich einen Song und wurde buchstäblich weggebeamt. Der recht kompakte Lautsprecher entwickelt nicht nur eine beachtliche Lautstärke, sondern auch einen wirklich hervorragenden und ausgewogenen Klang mit überraschend satten Bässen.

Über einen USB-C auf A-Adapter konnte ich das Dock auch mit einem älteren Laptop verbinden, das ergibt aber nur Sinn, wenn man keinen externen Monitor ansteuern möchte, denn diese Funktion geht dadurch logischerweise verloren. Alle anderen Funktionen sind aber verfügbar.

„Außer Konkurrenz“, weil offiziell nicht kompatibel, habe ich das iPad Air (5. Gen) angestöpselt. Der Lautsprecher funktioniert und der Bildschirm lässt sich via HDMI spiegeln, das iPad wird auch geladen, aber ausgerechnet Teams streikt bei aktiver Bildschirmspiegelung. Aber wie gesagt, das Dock ist offiziell überhaupt nicht mit dem iPad kompatibel und daher ist das auch kein Kritikpunkt.

Die technischen Herstellerangaben hinsichtlich der Monitor-Unterstützung (siehe oben) kann ich in der Praxis nicht auf die Probe stellen, aber ich kann sagen, dass mein 21:9 Monitor mit einer Auflösung von 3.840×1.600 Pixel einwandfrei an diesem Dock funktioniert.

An der Oberseite befinden sich ein Teams-Button, um beispielsweise einem Meeting beizutreten oder in einer Besprechung die Hand zu heben. Außerdem gibt es Tasten für Play/Pause und Lautstärkeregelung. Der Mute-Button für das Mikrofon leuchtet in kräftigem Rot, wenn er gedrückt wird, die Ausrede „oh, ich habe gar nicht bemerkt, dass ich auf Mute war“ gilt mit dem Microsoft Audio Dock also nicht mehr.

Microsoft Audio Dock von oben

Die integrierten Mikrofone verfügen über eine integrierte Geräuschunterdrückung, und auch wenn Microsoft-Teams das auch mit Standard-Hardware ganz gut kann, ist es sicher kein Fehler, wenn es hardwareseitig unterstützt wird.

Zu meckern habe ich auch etwas: Um eine vollwertige Docking Station zu sein, fehlt dem Microsoft Audio Dock ein LAN Anschluss. Beim Design galt offenbar „Form over Function“, denn die zusätzlichen USB-Anschlüsse sind allesamt hinten und somit schwerer zu erreichen. Bei dem stattlichen Preis von 289 Euro wäre eine schicke Aufbewahrungs- und Transportbox außerdem nicht zuviel verlangt gewesen.

Stichwort Preis: Im Microsoft Store ruft der Hersteller den vollen Preis auf, Amazon verkauft das Dock aber bereits deutlich günstiger und ich habe auch schon Preise unter 200 Euro gesehen.

Für das Gebotene ist die UVP von 289 Euro deutlich zu hoch, vom Preis abgesehen ist das Microsoft Audio Dock aber ein prima Konferenz-Zubehör mit brauchbaren Docking-Features sowie  einem fantastischen Klang auch bei Filmen und Musik.

 

Disclaimer: Enthält Affiliate Links. Das hier besprochene Produkt wurde uns von Microsoft leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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