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Am Puls von Microsoft

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Ist ein Leben mit Microsoft noch möglich?

Martin

Webmaster
Teammitglied
Man kennt die Frage eigentlich umgekehrt: Von Windows frustrierte Anwender proben die Abkehr von Microsoft und wenden sich Linux oder Apple zu. Manchmal werden sie dabei glücklich, manchmal kehren sie nach Tagen oder Wochen nicht weniger frustriert wieder in die Windows-Welt zurück.
Dan Lyons von der Webseite "The Daily Beast" stellte sich die Frage umgekehrt:
Ist man in der Microsoft-Welt noch lebensfähig?
Er startete einen Selbstversuch und verpflichtete sich selbst, 30 Tage ausschließlich Microsoft-Produkte zu nutzen. Das war insofern ungewöhnlich, weil Lyons tatsächlich seit sechs Jahren so gut wie keinen Kontakt mehr zur Microsoft-Welt hatte.
Er legte sich einen Windows-PC und eine Xbox zu, das Android-Smartphone verschwand in der Schublade und wurde durch ein Windows Phone ersetzt, die Google-Services blieben ungenutzt, der Internet Explorer wurde sein bevorzugter Browser und Bing seine Suchmaschine. "Month of Microsoft" nannte er sein Experiment.

Seinen vollständigen Bericht kann man hier nachlesen:
Can Microsoft Come Back?

Zusammenfassend stellte Dan Lyons fest, dass sein Wunschtraum eines Ecosystems, dass nahtlos und geräteübergreifend ein einheitliches Erlebnis bietet, von Microsoft nicht erfüllt werden kann - ergänzt aber, dass dies im Moment auch keinem anderen Hersteller gelingt und Microsoft zu den wenigen Unternehmen gehört, die die richtigen Puzzleteile dafür bereits besitzen - es geht nur noch darum, sie richtig zusammen zu fügen.

In jedem Fall eine interessante und lesenswerte Betrachtung.
 
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Analytiker

nicht mehr wegzudenken
Ein Leben mit Microsoft ist noch möglich.

Aber es kommen immer mehr Scheidungsgründe hoch.

Begonnen hat es mit der Ribbonoberfläche von MSOffice.

Jetzt kommt Windows 8 mit einer aufpoppenden Charmbar, einer Zwangs-Metrooberfläche und einer Zwangs-Appvorschau am Desktop.

Das sind Scheidungsgründe, die mit dem Auslaufen des Supports von Windows 7 endgültig schlagend werden könnten.

Ein Bruch zwischen Kunden und Microsoft kann entstehen.
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
ot:
Meinst Du, Du schaffst es irgendwann mal wieder, in einem Beitrag keine Brücke zum Metro-Gemecker zu schlagen? Es nervt und langweilt in zunehmendem Maße.
 

Analytiker

nicht mehr wegzudenken
Lieber Martin!

Du hast folgende Frage gestellt:

"Ist ein Leben mit Microsoft noch möglich?"

Das war Deine Frage und diese Frage ist nur deshalb entstanden, weil Microsoft diese Metrooberfläche den Desktopkunden aufzwingen möchte.

Wäre die Metrooberfläche kein Zwang dann müsste man folgende Frage stellen:

"Ist ein Leben ohne Windows möglich?"

Vor der Metrooberfläche hätte ich mit einem klaren "NEIN" geantwortet.
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Wenn Du Dir die Mühe gemacht hättest, den verlinkten Text zu lesen, dann wäre Dir aufgefallen, dass es da um weit mehr geht. Aber klar, wer den Zusammenhang herstellen will, der schafft das auch irgendwie.
 

Rottendam

gehört zum Inventar
Die Frage ist sehr allgemein gestellt, deswegen Versuche ich diese jetzt mal zu differenzieren.

In sachen Desktop PC meiner Meinung nach ab Windows 8 nein. Da bieten Linux und MacOS teilweise, allerdings nicht in allen belangen, bessere alternativen

Tablets & Co, ja und nein. Für den durchschnittsuser der sich so ein Gerät zulegt nur um auf dem Sofa kurz im Internet zu surfen, e-mails abzurufen und co bietet Microsoft dann mit Windows 8 eine alternative, für den Geschäftsuser sehe ich allerdings kaum nennenswerte Vorteile gegenüber anderen Betriebssystemen

Smartphonebereich ja sofern Microsoft endlich mal seine ganzen Hardwarebeschränkungen aufhebt und sich andere Partner sucht als Nokia, deren Zenit bei weitem überschritten ist

Für alle Bereiche sind allerdings die nächsten 2-4 Jahre ausschlaggebend, denn dan weiss man wohin in den einzelnen Bereichen die Reise geht
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Vom ganz allgemeinen Ansatz gesehen, wie in der Autor gewählt hat, glaube ich, dass wir Anwender in ewiger Verdammnis leben werden.
Denn die Frage ist ja eigentlich nicht die, wie gut ein Hersteller es hinbekommt, seine Einzellösungen miteinander spielen zu lassen. Wer will schon darauf angewiesen sein, alle Geräte von einem Hersteller zu kaufen, ganz egal wie der nun heißt?
Wäre es nicht viel schöner, wenn ein iPad, ein Android-Smartphone, einen Windows PC und noch irgendein zusätzliches Unterhaltungsgerät hätte, und alle würden sich untereinander einfach verstehen?
Die technischen Voraussetzungen dazu sind heute längst geschaffen, die Schnittstellen und Protokolle sind vorhanden. Es muss sich ja nicht auf jedem Gerät gleich anfühlen, aber sie sollten nahtlos miteinander interagieren.

Das wird allerdings ein ewiger Wunschtraum bleiben, denn mit Kompatibilität zur Konkurrenz lässt sich nun mal wenig bis kein Geld verdienen. So baut sich jeder Hersteller seine Welt, die er natürlich für die beste hält, wir Kunden finden aber immer wieder andere Geräte am Besten und wollen die auch kaufen.

Der Traum, den der Autor Dan Lyons in seinem Artikel träumt, wird wohl immer einer bleiben.
Ich gehe davon aus, dass wir auch noch in zehn Jahren auf einem großen Haufen proprietärer und zueinander nicht vernünftig kompatiblen Teillösungen sitzen werden.

Die Alternative zu diesem Chaos lautet Monokultur, und das will natürlich auch niemand.
Wie ich eingangs sagte - ewige Verdammnis...
 

Analytiker

nicht mehr wegzudenken
ewige Verdammnis

customer lock-in

Soweit ich das in diversen Foren richtig verstanden habe, gibt es den Begriff des eingeschlossenen Kunden, der nicht ausbrechen kann.

Der Staat könnte - wenn er wollte - mehr Einfluss nehmen.

Der Staat könnte als Nachfrager in den Ausschreibungsunterlagen diverse Schnittstellen, Multiboot udgl. vorschreiben.

Die europäische Kommission hat schließlich durchgesetzt, dass Microsoft diverse Browserhersteller nicht mehr diskriminieren darf. Für den Kunden hat es etwas gebracht.

Der Staat muss mehr Einfluss nehmen ohne die private Initiative abzudrehen.
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Der Staat soll regeln, wozu die Verbraucher nicht in der Lage sind?
Nein danke. Man darf nie vergessen, dass die kritisierten Quasi-Monopole - sei es Microsoft bei den Desktop-Betriebssystemen, Google bei der Suche oder Facebook bei den sozialen Netzwerken - letztlich von den Verbrauchern errichtet wurden - also von uns.

Die Unternehmen sind so stark, weil wir das so wollen, und wir können das jederzeit ändern. Nach staatlicher Regelung schreien nur die, die im Wettbewerb kein Bein auf den Boden bekommen.

Warum sollte man Apple vorschreiben, dass das iPad Multiboot beherrscht? Ist doch allein deren Sache, wie sie ihr Gerät entwerfen und verkaufen. Der Kunde entscheidet dann mit seinem Geldbeutel, ob er das gut findet
 

Sardaukar

nicht mehr wegzudenken
Es herrscht ein Wettbewerb und das der funktioniert beweisen die Verkaufszahlen.
Es gibt immer einen Anbieter, der top ist. In der normalen freien Wirtschaft variiert das durchaus.
MS war lange die Spitze. Wenn sich das jetzt ändert, soll mir das recht sein. Es gibt sowieso viel zu wenige brauchbare Alternativen. Wenn man zB daddeln will, kommt man kaum an Windows herum, da die meisten Spiele eben für Windows gemacht sind.
Und solange die Softwareanbieter/Entwickler nicht für Alternativen programmieren, wird sich nichts desto Trotz nicht viel ändern.

my 1,3 cents (after taxes)
 
P

Peppy

Gast
Benutze inzwischen Linux Mint und Ubuntu. Nur zum Updaten meines Navi brauch ich XP.
Bin aber weiterhin interessiert was sich so tut bei Windows.....
Nun ja...ähem... Windows 8 ist ja ganz gut runderneuert, aber läuft irgendwie am Bedürfnis des PC-Users glatt vorbei....Meine Meinung! Zu stark sind die Veränderungen am OS.
Das Gleiche kann man mit der Entwicklung von Unity und Gnome in der Linuxwelt beobachten.
Unity laufen die User davon,obwohl es keine schlechte Oberfläche ist.
Hoffe für MS, sie verändern nicht zu schnell zu viel.
 

Multi_OS

Fachinform. Sys-Integr.
Angebot und Nachfrage regelt den Markt - so einfach breche ich es mal herunter und dies trifft auch auf Microsoft zu.
Das Microsoft allerdings einen grossen Einfluss wegen seiner Geschäftspolitik gerade in der Anfangzeit des Unternehmens hat, ist unbestritten.
JEDES UNTERNEHMEN, welches solch einen Einfluss hat, würde es genauso machen bzw. macht es so!
Beweise?
ARAL, BP, ESSO, RWE, VATTENFALL, GENERAL MOTORS, DEUTSCHE BAHN, TELEKOM ... ich könnte noch ewig weitermachen mit der Aufzählung.
Das man als Kunde natürlich sich ungern gängeln und nach Alternativen schauen lässt, ist unbestritten.
Nur leider ist es aber oftmals der Fall, das es keine vernünftigen Alternativen zu den Oligopolisten gibt - sei es beim Stromanbieter (hier wurde ja letztes Jahr eine wunderbare Pleite hingelegt, wo Kundengelder verbrannt und der Insolvenzverwalter von diesen Kunden, die ja Vorschuss bezahlt haben, weiteres Geld fordert), sei es beim Benzin (ja ja, die Macht der Ölmultis) oder sei es beim Automobil (General Motors zeigt dies mit Opel), sei es die Telekom (diese hat ja weiterhin die Hand auf das Telefonnetz) oder sei es die deutsche Bahn AG (echten Wettbewerb gibt es auf der Schiene nach wie vor nicht).
Und da ist es im Computerbetriebssystembereich nicht anders.
Beispiel:
Apple wird niemals mit seiner Firmenphilosophie und dem Geschäftsgebaren so grosse Marktanteile bzgl. DESKTOP-PC erlangen, das dieses Unternehmen eine echte Konkurrenz zu MS wird. Gerade die krasse Gängelung des Kunden durch Zwangsmaßnahmen bzgl. Inkompatibilität mit anderen Hard- und Softwareherstellern ist der grösste Stein den sich Apple selbst in seinen Weg gelegt hat.
Das sektenähnliche Marketing von Apple (prinzipiell aufgrund der Verkaufszahlen als sehr gut zu bezeichnen, denn es geht hier nur ums Geld) hat dafür gesorgt, das leicht zu beeinflussende User Apple anbeten und vergöttern. Dieses Verhalten wird sich aber nun langsam wieder ändern da der GURU der Apple-Welt Steve Jobs (Gott habe ihn seelig, er war genial durch seine wahnsinnige Innovationskraft und ohne ihn wäre die Computerwelt heute nicht dort wo sie nun ist.) leider nicht mehr unter uns weilt.

Anders sieht es aus bei Smartphones und Tablet-PC. Hier hat MS Nachholbedarf. Allerdings gibt es in diesem Geschäftsfeld auch andere Anbieter als Apple und dieser Marktplatz wird in Zukunft heisser umkämpft als bisher - durch den ernsthaften Beitritt Microsofts auf diesem Marktplatz.
Daher muss MS zwangsläufig einige Anpassungen vornehmen, welche sich eben auch dadurch äussern, daß das eigene Betriebsystem an NEUE HERAUSFORDERUNGEN angepasst werden MUSS!
Hierbei im gleichen Zusammenhang eine Vereinfachung und Vereinheitlichung gleich mit einzuführen ist nicht nur klug sondern im Anbetracht des "Break Even Point" auch obligatorisch.

Von daher sage ich: Bis auf Weiteres ist ein Leben ohne Microsoft nicht ohne Komplikationen und Verluste möglich!
Grund:
Etwa 90 % der PC-Welt ist auf Produkte des Hauses Microsoft geschult, eingearbeitet und auch oftmals eingeschworen (hier hat MS gutes Marketing gemacht).
 

Rottendam

gehört zum Inventar
Wäre es nicht viel schöner, wenn ein iPad, ein Android-Smartphone, einen Windows PC und noch irgendein zusätzliches Unterhaltungsgerät hätte, und alle würden sich untereinander einfach verstehen?

Sorry dass ich das so hart sagen muss Martin aber ausser Linux haben anscheinend weder Apple noch Microsoft interesse daran. OK Office wird jetzt auf den Mac portiert, klingt zwar wie ein guter erster Schritt in die Richtung, nur betrachte es mal genauer, denn es ist im Endeffekt ein Schritt von Apple um im Herbst wenn Windows 8 erscheint jedem Kunden sagen zu können, dass er kein Windows 8 braucht.

Etwa 90 % der PC-Welt ist auf Produkte des Hauses Microsoft geschult, eingearbeitet und auch oftmals eingeschworen

Das ist so auch nicht mehr richtig. Bestes beispiel in Deutschland ist die Stadt München die komplett auf Linux umsteigt oder weltweitbetrachtet Island welches seine komplette Landesverwaltung samt echnern in Schulen umstellt. Ob dies langfristig allerdings einzelfälle bleiben sei einmal dahingestellt, nur glaube ich kaum dass dies Einzelfälle bleiben werden, wenn sich diese Pilotprojekte (als was anderes kann man dies noch nicht betrachten) durchsetzen. Zwangsläufig wird sich dies dann langfristig auch auf das Konsumenten verhalten übertragen.
 

Maddes

gehört zum Inventar
@Rottendam:
Es tut mir ja in der Seele weh, aber da muss ich dir wohl einige Illusionen rauben. Du schriebst:
Sorry dass ich das so hart sagen muss Martin aber ausser Linux haben anscheinend weder Apple noch Microsoft interesse daran.
Du scheinst immer noch der alten Illusion nachzuhängen, dass sich Microsoft einseitig gegen Linux stellt. Richtig ist dagegen, dass Microsoft zu den größten Unterstützern von Linux gehört. Nach Zahl der eingebrachten Änderungen für die nächste Linux-Version gehört Microsoft nach wie vor zu den 20 Top-Entwicklern von Linux. Wenn noch die Größe der eingebrachten Änderungen in die Zählung einbezogen wird, gehört Microsoft sogar zu den Top 5. Und wenn du dir einmal Windows 8 etwas näher ansiehst, wirst du feststellen, dass dort die Unterstützung von Linux deutlich vervollständigt wurde.

Im Hinblick auf den Umstieg der Stadt München unterliegst du gleich zwei Irrtümern. Erstens wollte München nie vollständig auf Linux umsteigen, sondern es sollten zumindest zunächst nur einige Abteilungen migriert werden. Und dieses Projekt ist auch bereits vor einigen Monaten eingestampft worden. München bleibt zumindest an den Arbeitsplätzen bei Windows.
 

XP Fan

Gesperrt
Nach paar Monaten Test mit Linux und OpenOffice bleibt nur Windows übrig.

Hat seine Gründe warum bisher alle Großprojekte bei der Umstellung auf Linux (München, Auswärtiges Amt) in der Versenkung verschwunden sind.

Linux (außer im Heimbereich) erfordert neben komplexer Einarbeitung, teurer Literatur und teuren Lehrgängen noch Zugriff auf Programmierer. Der Segen (freies System und beliebig anpassbar) ist unterm Strich sehr teuer.

Uwe
 

Rottendam

gehört zum Inventar
Im Hinblick auf den Umstieg der Stadt München unterliegst du gleich zwei Irrtümern. Erstens wollte München nie vollständig auf Linux umsteigen, sondern es sollten zumindest zunächst nur einige Abteilungen migriert werden. Und dieses Projekt ist auch bereits vor einigen Monaten eingestampft worden. München bleibt zumindest an den Arbeitsplätzen bei Windows.

Maddes da muss ich dir leider wiedersprechen. Alleine rund 10.000 Rechner sind im Rahmen des Projekts Limux der Stadt München bislang auf Linux umgestellt worden. Dazu kommen weitaus mehr Rechner das so ziemlich alles auf openoffice migriert wurde was nicht bei 3 auf den Bäumen war

Konsolidierungserfolg durch die Open Office.org-Migration bei der Landeshauptstadt München | Münchner IT-Blog

Dazu dann noch Island

Linux-Umstieg: Island sagt "Bless" zu Microsoft « NEWS « Linux-Magazin Online

oder die Region Extremadura in Spanien

Extremadura to move all of its 40,000 desktops to open source | Joinup

allternativ gibt es aber auch noch den Umstieg auf Apple wie beispielsweise das U.S.Department of Veteran affairs die erst vor kurzem ihren Langzeitvertrag mit Microsoft gekündigt haben

U.S. Department Of Veterans Affairs Cancels Long Term Contract With Microsoft | Cult of Mac

Auswärtiges Amt wäre dann der Schritt zurück, allerdings kann man das beim auswärtigen Amt auch nachvollziehen, denn Dort werden halt Systeme benötigt mit denen man Welt Weit agieren kann und deren Formate weit verbreitet sind
 

Alte Seele

gehört zum Inventar
München bleibt zumindest an den Arbeitsplätzen bei Windows.
Kann das sein, das Du dar was verwechselst? denn soweit mir Bekannt ist,
scheint es doch in München Super zulaufen, von einstampfen kann da nicht die Rede sein,
oder Stimmen vielleicht die News nicht, die ich in letzter gelesen habe.

LiMux lohnt sich
Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) ist mit dem bisherigen Verlauf des LiMux-Projekts zufrieden. Durch den Umstieg auf Linux spare München Geld und würden weniger Störungen verursacht. Das geht aus Udes Antworten auf eine Anfrage der CSU-Stadtratsfraktion hervor.
Quelle: Silicon Sibylle Gaßner | silicon.de
Ude nahm auch Stellung zu der Frage nach der Anzahl der Störungsmeldungen, allerdings sei es hier schwer, konkrete Zahlen zu nennen. Die LiMUX-Arbeitsplätze würden sich erst in der Einführungsphase befinden, eine Phase in der typischerweise gehäuft Fehler auftreten, bevor sich der Betrieb – so der OB – “einschwingt”. ” Eine Aussage über die Güte eines Arbeitsplatzes wird somit erst möglich, wenn alle geplanten Umstellungen auf den LiMux-Arbeitsplatz abgeschlossen und ca. zwei Jahre in Betrieb sind.”

Eine erste Tendenz meldet die IT-Abteilung des Münchner Rathauses allerdings schon: “Nach Auskunft einzelner Administratoren ist es aber bereits jetzt so, dass bei LiMux-Arbeitsplätzen weniger Störungen pro Monat gemeldet werden, als früher unter dem seit Jahren betriebenen Windows NT.”
Quelle: Silicon Sibylle Gaßner | silicon.de

Zunächst die nüchternen Projekt-Fakten:

 In der Münchner Verwaltung sind aktuell (knapp) 10.000 Arbeitsplatzrechner auf das freie Betriebssystem Linux umgestellt
 Der weitaus größte Teil der Münchner PC-Arbeitsplätze ist ausschließlich mit einer quell-offenen Office-Suite ausgestattet, aktuell OpenOffice.org 3.2.1
 Das Open Document Format (ODF) ist das Standardformat im Bereich der Münchner Verwaltung
 Das selbst entwickelte Vorlagensystem WollMux stellt optimierte Lösungen für alle wesentlichen Text-Verwaltungsaufgaben bereit
 Aus zunächst insgesamt ca. 900 ungesteuert und undokumentiert produzierten Einzel-Makros ist ein geordnetes, dokumentiertes und qualitätsgesichertes Makrorepository mit zur Zeit 100 Makro-Fachanwendungen und 38 zentral gepflegten Webanwendungen entstanden
 Bei der Umstellung der Office-Vorlagen und -Formulare wurde insgesamt eine Konsolidierungsrate von ca. 40% erreicht
 Konsolidierungserfolge durch die OpenOffice.org Migration
Quelle: Münchner IT-Blog (von Kirsten Böge)


Konsolidierungserfolg durch die Open Office.org-Migration bei der Landeshauptstadt München | Münchner IT-Blog

Landeshauptstadt München - Das Projekt LiMux
EU-Kommissarin lobt Münchner LiMux-Projekt | silicon.de

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Mir ist aber Bekannt das es beim Auswärtiges Amt nicht geklappt hat.
Gescheitert ist das wohl daran dass Sie nicht das richtige Konzept hatten,
und sich partout nicht auf was neues einlassen wollten.
http://www.drwindows.de/windows-news/31066-auswaertiges-amt-wechselt-zurueck-zu-windows.html

Ups, da war einer schneller..
 
Zuletzt bearbeitet:

Rottendam

gehört zum Inventar
Danke Alte Seele dass du dann nochmal tiefgründiger zu München recherchiert hast.

Das sind allerdings alles Beispiele, dass eine Abkehr von Microsoft durchaus funktionieren kann, sofern man den will. Auch würde ich mich da jetzt nicht anmaßen irgend ein Betriebssystem hervorzuheben, denn alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Für den großteil der Heimanwender reicht zB irgend eine Linux Distribution weil installieren und fertig, ein Gamer benötigt beispielsweise zumindest aktuell noch Windows, da dort alles drauf läuft. Willst du sicher und stabil arbeiten zu Hause ist Apple ein argument.

In der Wirtschaft muss man sich dann anderen Fragen stellen, was beispielsweise erstmal die deffinition seines Wirtschaftsraumes betrifft und der Art meines Unternehmens, dazu dann noch die Fragen wie habe ich genug Zeit und Geld u.s.w. um auf ein anderes System zu migrieren. Deswegen gibt es da aktuell nicht die Pauschallösung.

So ist bspw. das auswärtige Amt ein Beispiel wo es nicht funktioniert hat. Einige Argumente kann man aus deren Stellungnahme auch nachvollziehen, andere Argumente sind aber genau so lausig und haben eher mit nicht wollen zu tun
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Dass man mit Linux arbeiten kann, steht ja schon seit Jahren außer Frage.
95 Prozent der Tätigkeiten, die ich täglich mache, könnte ich auch mit Linux abwickeln - nur mein Outlook würde ich schmerzlich vermissen.

Einen Großteil aller Verwaltungsarbeitsplätze könnte man problemlos mit Linux ausstatten.
Es ist nur die Frage, ob man das auch bezahlen kann - denn kostenlos ist nur das Betriebssystem selbst, und das ist der kleinste Teil aller Kosten.

Die Frage ist ja auch, wie administriert man das zentral, wie regelt man Patch- und Softwareverteilung etc. - und wo bekommt man die Leute dafür her? Windows-Administratoren gibt es wie Sand am mehr, die Linux-Profis sind dünner gesät und damit auch entsprechend teurer.
Wenn man professionellen externen Support haben möchte, kommt man auch hier um einen kommerziellen Partner nicht herum. Wenn kritische Unternehmensprozesse nicht laufen, kann man nicht in ein Linux-Forum posten und auf Antwort warten.

Wenn ich nicht alle Windows-Rechner in einem Unternehmen ablösen kann, habe ich eine heterogene Umgebung, was mich zusätzliches Geld und Personal kostet.

Dazu kommt noch der Verlust an Produktivität während der Umgewöhnungsphase der Mitarbeiter, den man auf jeden Fall hat - egal ob ein neues System besser oder schlechter ist.

Das alles sind Dinge, die man abwägen muss. Es kann funktionieren, aber man muss es sauber durchrechnen, ob es sich auch lohnt.
 

Multi_OS

Fachinform. Sys-Integr.
Wenn ich nicht alle Windows-Rechner in einem Unternehmen ablösen kann, habe ich eine heterogene Umgebung, was mich zusätzliches Geld und Personal kostet.

Dazu kommt noch der Verlust an Produktivität während der Umgewöhnungsphase der Mitarbeiter, den man auf jeden Fall hat - egal ob ein neues System besser oder schlechter ist.

Das alles sind Dinge, die man abwägen muss. Es kann funktionieren, aber man muss es sauber durchrechnen, ob es sich auch lohnt.

Genauso siehts aus Martin.
Und lohnen tut es sich in den allerwenigsten Fällen, denn wie allgemeinhin bekannt ist, dümpelt Linux von Anfang an bis heute mit einem Anteil von weniger als 2 % weltweit bei den Anwendern herum.
Warum ist das nur so? Warum wird - entgegen der ja ach so tollen Eigenschaften von Linux - das OS abgelehnt?
Ich denke es liegt genau daran, das es zu umständlich und teuer ist umzurüsten und das es zuwenig erfoderliche Treiber gibt für vielerlei Anwendungen.
Und weil das Interesse so derart gering ist an dem OS, wird es auch so bleiben, denn kein Hardware- oder Softwarehersteller wird Geld in die Hand nehmen und seine Treiber an Linux anzupassen. Warum denn auch? Bis er mit Linux genug Geld umgesetzt hat um den Break Even Point zu erreichen hat er mit Windows schon ein vielfaches umgesetzt.

ZITAT ROTTENDAM:
Für den großteil der Heimanwender reicht zB irgend eine Linux Distribution weil installieren und fertig, ein Gamer benötigt beispielsweise zumindest aktuell noch Windows, da dort alles drauf läuft. Willst du sicher und stabil arbeiten zu Hause ist Apple ein argument.
ZITAT ROTTENDAM ENDE

Aus oben genannten Gründen der Inkompatibilität ist das so nicht richtig.
Auch die Behauptung das Apple sicher und stabil ist, ist falsch.
Apple ist genauso unsicher und instabil wie Windows - nur fällt es wegen der wenigen Anwender weltweit - im Vergleich zu Windows - nicht so auf.

Warum?
Ich habe unter Realbedingungen in einem Unternehmen keine zwei Tage gebraucht um ein Apple OS (Mac OS X 10.6 Snow Leopard) zum Freeze zu bringen mithilfe von Photoshop CS 3 Extended. Es ging rein garnix mehr und ich musste den Rechner manuell zum Neustart zwingen.
Und wenn man bei Google mal Mac OS X. eingibt, kommen massig Einträge wo man von Apple Hinweise für Patches und Sicherheitupdates bekommt.

Es ist ein Märchen das Apple sicherer und stabiler ist als Windows - nur hat es bisher der Guru (Steve Jobs) und seine Marketingstrategen gut verstanden, die User dahingehend zu beeinflussen, das sie glauben das Apple das sicherste und stabilste OS sei.
Diese Welt bricht aber nun zusammen und die User müssen notgedrungenerweise einsehen, das sie einem Irrglauben unterlegen sind bisher.

Als Fazit bleibt also nach wie vor Windows als Betriebssystem, welches am meisten angewandt wird.
 
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