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Review: Das neue Type Cover für Surface Pro 4 und 3

Zusammen mit dem Surface Pro 4 stellt Microsoft neues Zubehör wie zum Beispiel ein umfangreich überarbeitetes Type Cover vor. Dieses ist allerdings auch mit dem Surface Pro 3 kompatibel (am Surface 3 funktioniert es nicht), und so mancher Besitzer eines Surface Pro 3 überlegt sich vielleicht, ob er sich das neue Type Cover zulegen soll. Darum möchte ich dieses und auch den neuen Stift in separaten Tests unter die Lupe nehmen.

Wer eine schnelle Antwort braucht, ob, sich das neue Type Cover lohnt: Ja, tut es.
Warum das so ist, will ich im Folgenden erläutern.

Die gravierendste Änderung am neuen Type Cover springt sofort ins Auge: Die Tasten stehen jetzt einzeln. Das sieht auf jeden Fall wertiger und professioneller aus, aber kann man damit auch besser schreiben?

Das ist ganz sicher eine Frage des individuellen Geschmacks, und ich hatte ja im Vorfeld echte Zweifel, ob ich mich mit diesem neuen Design anfreunden kann, weil ich beim Tippen meine Finger kaum von der Tastatur abhebe, sondern im Tiefflug über die Tasten rutsche. Nach drei Tagen stelle ich fest: Die Gewöhnung ist abgeschlossen und es macht einfach nur noch Spaß, auf dem neuen Type Cover zu schreiben.

Die Tasten haben trotz des weiterhin bauartbedingt kurzen Hubs einen sehr guten Druckpunkt. Mein subjektiver Eindruck ist, dass man ein klein wenig fester drücken muss als beim Type Cover 3.

Ein Schreibgefühl kann man schwer in Worte packen, aber man hat nie den Eindruck, auf einer Behelfs-Tastatur zu schreiben, wonach das Type Cover auf den ersten Blick vielleicht aussehen mag. Schon die bisherigen Type Cover konnten mir das Gefühl eines vollwertigen Keyboards vermitteln, mit der neuen Version wird dieser Eindruck einfach nochmals besser.

Dazu trägt auch das mächtig gewachsene Touchpad bei. Ich bin ein Touchpad-Meider, sobald ich am Notebook oder auch am Surface Pro längere Zeit arbeite, brauche ich eine richtige Maus. Insofern bin ich ein schlechter Tester. Allein durch die um 40 Prozent größere Fläche jedoch fühlt sich das Touchpad nun deutlich weniger nach Strafe an. Wenn es sein muss, komme ich damit nun besser klar. Dadurch, dass es nun aus Glas gefertigt ist, fasst es sich besser an und der Finger gleitet deutlich geschmeidiger über die Oberfläche. Unter dem Strich bin ich sehr sicher, dass Touchpad-Fans damit viel mehr Freude haben werden.

Zwei weitere positive Eigenschaften des neuen Type Covers sollen ebenfalls nicht unerwähnt bleiben: Der Magnetstreifen, mit dem das Cover zusätzlich am Tablet angedockt und leicht aufgestellt werden kann, ist schmaler geworden. Dadurch lassen sich die Symbole auf der Taskleiste nun bequem mit dem Finger erreichen.

In diesem Modus zeigt sich ein weiterer Fortschritt: Das Tippgeräusch wurde deutlich reduziert, und damit sind nicht primär die Tasten gemeint. Das Type Cover des Surface Pro 3 konnte prima Vibrationen erzeugen und diese auf seinen Untergrund übertragen, das ergab mitunter einen satten „Bass“. Das tritt beim neuen Type Cover immer noch auf, denn die Gesetze der Physik gelten weiterhin. Es ist aber sehr viel besser geworden.

Fazit: Das Type Cover des Surface Pro 4 zeigt sich rundum verbessert und lässt keine echten Schwächen erkennen. Es ist die sinnvolle Weiterentwicklung eines schon vorher sehr guten Ansatzes. Mit dem neuen Type Cover ist das Surface Pro wieder ein Stückchen näher dran am vollwertigen Notebook-Ersatz, daher kann ich auch Besitzern eines Surface Pro 3 das Upgrade nur empfehlen.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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