Invoicing, Outlook Customer Manager, Skype Translator Bot: Herbstputz bei Microsoft-Diensten

Invoicing, Outlook Customer Manager, Skype Translator Bot: Herbstputz bei Microsoft-Diensten

Microsofts Office 365 wird nicht nur immer wieder durch neue Komponenten erweitert, ab und an entfällt auch mal ein Baustein. Aktuell sind es gleich zwei: Microsoft Invoicing und der Outlook Customer Manager werden eingestellt. Beides waren Lösungen, die sich in erster Linie an kleine Unternehmen richten. Sie waren bzw. sind im Augenblick noch Bestandteil von Office 365 Business Premium und höher.

Microsoft Invoicing ermöglicht, wie der Name schon vermuten lässt, das Erstellen von Rechnungen. Der Dienst wurde 2017 angekündigt, und wenn es mir nicht entgangen ist, dann war er in Deutschland ohnehin nie verfügbar. Im Februar 2020 wird der Stecker gezogen, wie Microsoft ankündigt. Die Kunden werden derzeit benachrichtigt und haben die Möglichkeit, ihre Daten vorher zu exportieren.

Der zweite abgekündigte Dienst ist der Outlook Customer Manager, der die Überwachung und Pflege von Kundenbeziehungen direkt in Outlook ermöglichte. Er ist/war der Nachfolger des Business Contact Manager, der sich viele Jahre großer Beliebtheit erfreute, von Microsoft aber aufgrund der Cloud-Fokussierung aber eher stiefmütterlich behandelt wurde. Auch der Customer Manager gehörte ab Office 365 Business Premium zum Leistungsumfang – er wird zum 30. Juni 2020 eingestellt.

Gründe für das Ende der beiden Dienste nennt Microsoft nicht, aber man darf wohl davon ausgehen, dass die Nutzung entsprechend gering war und es demnach auch nicht allzu viele Betroffene gibt.

Außerdem wird auch der Skype Translator Bot abgeschaltet, dessen Funktionalität geht allerdings nicht verloren. Die Echtzeit-Übersetzung wird eine integrierte Funktion von Skype, die den entsprechenden Bot schlicht überflüssig macht. In der Windows 10 App ist sie schon seit längerer Zeit enthalten.

via: ZDnet

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Die wollen, wie auf der Seite von MS zu lesen, wenn man Invoice in seinem Account anklickt, alle zu Dynamics 365 rüber schaffen.
    Das ist dann nicht mehr Teil von Office und kostet gleich mal ne Stange mehr pro Nutzer und Monat.
    Die Monetarisierung geht weiter.
    Gefühlt kommen alle neue Sachen für Dynamics raus und sind alle einzeln zu bezahlen. Und die Kosten sind nicht gerade gering. Dagegen ist Office nen Schnäppchen.
    Interessanterweise erhalten die betroffenen Kunden aber ein Angebot für eine zeitweise kostenlose Nutzung von Diensten anderer Anbieter. Den Nutzern von Outlook Customer Manager wird ein Wechsel zu Nimble CRM nahe gelegt. Ok, die sind Microsoft-Partner und bieten eine Integration mit Dynamics CRM, das ist dann nur ein "Umweg".
    Für Invoicing wird Invoice2Go als Ersatz angepriesen
    Alter Schwede, wenn ich als Unternehmen auf Invoicing gesetzt hätte und mir jetzt gesagt wird "In ein paar Monaten ziehen wir den Stecker" - Wie würde ich dann am Rad drehen? Das Teil was wir hier haben ist irgendein Rotz, aber der ist seit bestimmt 15 Jahren im Einsatz und läuft auf eigenen Servern. Da zieht keiner so schnell den Stecker.
    Den Outlook Customer Manager wollte ich gestern zufälligerweise zum ersten mal ausprobieren und da wurde schon eingeblendet dass der Dienst bald eingestellt wird (ohne Vorschläge zu machen zu was man wechseln sollte). Hier kann ich das aber glaube ich wirklich verstehen, das war ja ein reines Outlook-AddOn, da schien gar nichts auf irgendwelchen Servern zu liegen...
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