CES 2020: Dell kommt mit XPS 13, Latitude 9510 und Mobile Connect App

CES 2020: Dell kommt mit XPS 13, Latitude 9510 und Mobile Connect App

Die besinnliche Zeit ist zu Ende und es wird wieder „laut“ in der Technikwelt. Mit der CES steht traditionell gleich zu Jahresbeginn das erste Großereignis an. Dell reist unter anderem mit neuen Laptops und einem Update für seine Mobile Connect App nach Las Vegas.

Dell XPS 13: Evolution eines Klassikers

Dell XPS 13 Modell 2020
Es gibt keine Gründe, warum Dell an seinem Bestseller XPS 13 größere Änderungen vornehmen sollte, und darum tun sie das auch nicht. Im 2020er Modell stecken natürlich die Intel CPUs der zehnten Generation, darüber hinaus hat Dell die schon vorher dünnen Ränder an den Seiten noch etwas dünner gemacht, dadurch wächst das Display auf 13,4 Zoll bei einem Seitenverhältnis von 16:10 und einer Auflösung von 3.840 mal 2.400 oder 1.920 mal 1.200. Außerdem bietet das InfinityEdge genannte Display nun bis zu 25 Prozent mehr Helligkeit. Das Touchpad wuchs ebenfalls ein Stückchen, insgesamt ist das neue XPS 13 aber geringfügig kleiner als das Vorjahresmodell. Auch das Gewicht konnte Dell auf rund 1.200 Gramm reduzieren.

Die CPU-Optionen reichen von Intel Core i3 bis i7, dazu gibt es 4-32 GB RAM und SSD-Speicher von 256 GB bis 2 TB. Die Preise starten bei 999 Dollar, deutsche Preise gibt es aktuell noch nicht. Das XPS 13 erhält die Project Athena Zertifizierung von Intel, die für besonders leistungsfähige und innovative Geräte stehen soll. Interessantes Detail in diesem Zusammenhang: Athena schreibt realistische Angaben zur Akkulaufzeit vor, darum findet man dazu in der Pressemitteilung keinerlei Informationen. Eine willkommene Desinformation statt der aberwitzigen „bis zu xx Stunden“, die niemals irgendjemand erreichen wird.

Das neue XPS 13 kommt bereits in der kommenden Woche in USA, Kanada, Schweden, UK, Deutschland und Frankreich auf den Markt, der Rest der Welt folgt im Februar. Neben der regulären Version mit Windows 10 wird es auch eine Developer Edition mit Ubuntu 18.04LTS geben.

Business-Convertible Latitude 9510

Dell Latitude 9510
Mit dem Latitude 9510 stellt Dell außerdem ein Convertible vor, welches sich explizit an die Business-Kundschaft wendet. Das ist schon daran zu erkennen, dass die vPro-Variante der Intel-CPUs zum Einsatz kommt. Diese gibt es in der zehnten Generation bislang allerdings noch nicht, daher kommt das Latitude erst am 26. März auf den Markt und ist derzeit noch nicht offiziell bepreist.

Dell verspricht, dass die Akkulaufzeit des Latitude 9510 allen anderen Business-Laptops überlegen ist und nennt „bis zu 30 Stunden“ Laufzeit (siehe oben). Außerdem soll es sich um eines der kompaktesten und mit rund 1.400 Gramm leichtesten 15-Zoll Laptops für den kommerziellen Bereich handeln.

Die CPU-Optionen reichten „bis Intel Core i7 vPro“, dazu gibt es bis zu 16 GB RAM  und bis zu 1 TB SSD-Speicher, das 15 Zoll große Touch-Display des Latitude 9510 bietet eine Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixel. Im Power-Button hat Dell einen Fingerabdruckleser untergebracht, außerdem gibt es noch eine mit Windows Hello kompatible IR-Kamera. NFC für die Anmeldung per Smart Card ist ebenfalls an Bord.

Weil kleiner, leichter und schneller schon ziemlich abgenutzte Begriffe sind, haut das Dell-Marketing noch einen Joker raus und bezeichnet das Latitude 9510 als den „intelligentesten Business-PC“, der mit AI-Unterstützung seinen Nutzer besser kennen lernt. Dahinter steckt ein optimiertes Prefetching, welches oft genutzte Anwendungen schneller startet. Immer wieder spannend, was jetzt plötzlich so alles „Künstliche Intelligenz“ ist, obwohl es das schon seit Jahren gibt. Der „AI Dell Optimizer“ kann allerdings noch ein wenig mehr, er steuert das effektive Aufladen des Akkus, sorgt für eine schnelle Anmeldung und passt die Audio-Einstellungen automatisch an die Umgebung an.

Dell Mobile Connect spiegelt auch iOS

Dell Mobile Connect

Mit „Dell Mobile Connect“ bietet der Hersteller eine App für seine Geräte an, die der in Windows 10 integrierten Lösung „Ihr Smartphone“ ähnelt. Genau wie bei Microsofts Lösung bietet die Android-Variante mehr Funktionen als die Version für iOS, diese Lücke soll im Frühjahr allerdings kleiner werden. Mit einem Update der Mobile Connect App soll es dann auch möglich sein, den iPhone-Bildschirm nach Windows 10 zu spiegeln sowie Dateien drahtlos per Drag&Drop vom iPhone auf das Dell-Laptop zu übertragen.

Quelle: Dell

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. „Mit einem Update der Mobile Connect App soll es dann auch möglich sein, den iPhone-Bildschirm nach Windows 10 zu spiegeln sowie Dateien drahtlos per Drag&Drop vom iPhone auf das Dell-Laptop zu übertragen.“
    Und wieso kann Dell Sachen die Microsoft nicht kann, ANGEBLICH weil sie Beschränkungen von iOS sind?
    Offensichtlich scheint es technisch doch möglich zu sein, wodurch sich mein lange gehegter Verdacht bestätigt, dass Microsoft (aus mir unerfindlichen Gründen) iOS ABSICHTLICH außen vor lässt.
    Ist es nicht auf beiden Seiten so? Hat vielleicht auch etwas mit dem wirtschaftlichem Denken einer Firma zu tun, oder? Es hat mich aber auch gewundert als ich diese Meldung gelesen hatte.
    AirPlay, die Technik, die zum drahtlosen Übertragen des Bildschirminhalts von Apple-Geräten zuständig ist, ist eine proprietäre Technik von Apple, die aber auch in Geräten anderer Hersteller eingebaut wird. Z.B. können viele Smart TV Geräte von Samsung den Bildschirm von iPhones oder Macbooks spiegeln. Soll heißen: Die Hersteller müssen es nur einbauen, und wahrscheinlich auch von Apple das OK dafür bekommen. Wenn Microsoft das nicht möchte, oder Apple sich quer stellt, dann wird also nichts draus. In diesem Fall denke ich, dass Microsoft sich quer stellt, wahrscheinlich weil sie eher mit Android arbeiten möchten. Immerhin gibt's ja auch bald Microsoft-Smartphones mit Android drauf.
    Ich kann übrigens auch mein Google Pixel 3a nicht auf Windows-PC's, oder meinen Smart-TV spiegeln, ganz einfach weil sich Google da quer stellt, und möchte, dass man sich einen Chromecast kauft, mit dem das Spiegeln möglich ist. Sind also alles so leichte Apple-Ansätze, damit man die eigenen Sachen nutzt, und nicht die der Konkurrenz.
    @EricB:
    Natürlich hat es immer etwas mit „wirtschaftlichem Denken“ zu tun, wenn ein Unternehmen mit anderen Unternehmen konkurriert.
    Microsoft hat seine eigene Mobil-Plattform aufgegeben, weil das Betriebssystem laut ihrer Sichtweise zukünftig keine Rolle mehr spielt und es nur noch darum geht, ihre Dienstleistungen (außer dem Betriebssystem) an möglichst viele Kunden zu verkaufen.
    Wenn man sie an MÖGLICHST VIELE Kunden verkaufen will, DARF man die Frage stellen, warum Microsofts Dienste auf iOS soweit hinter ihrem Angebot auf Android hinterherhinken. Dies wurde in der Vergangenheit immer mit technischen Restriktionen begründet. Nun beweist Dell, dass technisch auch mit iOS Dinge möglich sind, von denen Microsoft immer behauptet hat, sie seien nur mit Android möglich. In Anbetracht dieser Tatsache MUSS man dann die Frage stellen, ob Microsoft andere Motivationen hat iOS-Nutzer zu benachteiligen. Da Google aufgrund der größeren Schnittmenge der Geschäftsfelder ein viele größerer Konkurrent für Microsoft ist als Apple, muss man sich über Microsofts Motivation so eng mit Google zu kuscheln (Android, Chrome) schon sehr wundern. Hat mal jemand geprüft ob der gegenwärtige Microsoft-CEO Alphabet-/Google-Aktien hält und deshalb ein Interesse hat, Googles Geschäft zu begünstigen, obwohl dies zunächst den Geschäftsinteressen von Microsoft entgegenläuft?
    Wie gesagt... wenn Microsoft demnächst mit ihren Android-Phones um die Ecke kommt, dann macht es aus ihrer Sicht definitiv Sinn, das Zusammenspiel mit Android dem Zusammenspiel mit iOS-Geräten vorzuziehen. ;)
    Liebe Vorredner: Wenn Dell eine Komponente von Apple lizensiert, bezahlt Dell an Apple für den Anteil der Anwender, die diese Komponente nutzen. Also für diejenigen Apple User, die ein iPhone haben. Bei <20% Anteil von Dell bei Windows und <20% iPhone wären das vielleicht maximal 32 Millionen Lizenzen. Warum glaubt ihr, wurde DMC von einer generell verfügbaren App auf Dell-Only umgestellt? Funktioniert hat es für alle.
    Wenn Microsoft dies tun sollte, muss Microsoft an Apple für ALLE Windows Benutzer dies tun. 20% von 800 Millionen sind dann 160 Millionen mögliche Nutzer.
    Warum stellt hier niemand die Frage, warum Apple seine Anwender in die Nische AirPlay zwingt, anstatt das offene Miracastprotokoll zu nutzen?
    Scheint tatsächlich so zu sein, dass die Hersteller eine nicht zu verachtende Summe für die Lizensierung ausrichten müssen: https://electronics.howstuffworks.com/airplay2.htm
    Ok, halt Apple-Stil...
    Man wird halt von Nichts nicht zum wertvollsten Unternehmen der IT Branche (z.Zt. Apple). Das ist z.B. eine der kleinen Stolperfallen im EDU Bereich, wenn sich Schulen für Apple-Devices entscheiden. Dann müssen auch die Tafeln Airplay unterstützen. Und schon kostet alles wieder ein bisschen mehr.
    Möchte Apple dafür auch gar nicht verurteilen. Die tun was sie tun, und das ist gut so, denn es wird gekauft. Microsoft geht ja mit seinen Surface-Geräten auch in eine ähnliche Richtung, was die Preise angeht. Generell ist es gut, dass es für jeden Geldbeutel etwas gibt, von kleinem Preis zum riesigen Preis. So muss es sein, in der sozialen Marktwirtschaft.
    Ein Flamewar, ob Apple das Recht hat von irgendwelchen Unternehmen Lizenzgebühren zu , führt in dieser Frage wirklich zu GAR NICHTS.
    Ich erwarte von Microsoft, dass sie alle Kunden gleich behandeln, sofern es technisch möglich ist; was nun von Dell bewiesen wurde.
    Ich erwarte von Microsoft, dass sie alle Kunden gleich behandeln, sofern es technisch möglich ist

    Die Frage ist, was heißt das genau? Das definiert jeder für sich anders, und somit definiert das auch jeder Hersteller oder Softwareentwickler anders. Am Ende ist eine Gleichbehandlung sowieso Illusionspolitik. Ein Wirtschaftsunternehmen ist keine Heilsarmee, sondern muss sehen, dass sie Geld macht, weil Arbeitnehmer entlohnt werden müssen, und das Unternehmen voran getrieben werden muss. Somit stellen sich solche ethischen Fragen, die meiner Meinung nach auch gerne übertrieben werden, gar nicht. Auch für mich nicht, als Kunde des Unternehmens. Am Ende bezahle ich Geld für ein Produkt, ich zahle nicht in eine Stiftung ein, oder spende mein Geld.
    @chakko: Don't feed the troll. Spätestens nach dem Verlauf dieses Kommentarthreads sollte offensichtlich sein, dass WindowsPhoenix kein Interesse an einem echten Austausch hat, sonst hätte er ja zumindest die anderen Kommentare gelesen und verstanden, was Sache ist. Es ist ja auch die immer gleiche "Microsoft ist doof"-Leier, die er runter betet.
    Das 9510 finde ich als Convertible mit unter 1.5 kg bei 15 Zoll für den mobilen Einsatz interessant.
    @Martin:
    Wow. Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?
    Dass ich mich gegen Microsoft äußere macht mich noch lange nicht zum Troll. Und nebenbei bemerkt, habe ich jeden Kommentar hier zu diesem Artikel gelesen. Und wenn du die dir sonst eigentlich naheliegende Differenziertheit an meine Kommentare anlegtest, fiele dir auf, dass ich keine „Microsoft ist doof“-Leier runterbete, sondern bestenfalls eine „Der gegenwärtige CEO von Microsoft ist doof“-Leier. Und die finde ich als ehemaliger begeisterter Nutzer von Microsoft-Produkten, der aber von einer schier endlosen Reihe von Entscheidungen die dieser CEO gegen seine Kunden getroffen hat, vergrault hat, absolut berechtigt. Es ist auch nicht so, dass ich nicht gerne wieder Microsoft-Produkte benutzen möchte. Aber leider hat nicht jeder Mensch die finanziellen Möglichkeiten sich über die in den Sand gesetzten Investitionen der Vergangenheit mit dem Kauf eines 3000 Euro-Surface-Produkts hinwegzutrösten (wenn ich das könnte, dann wäre mein Blick auf den die Nutzer benachteiligenden Schlingerkurs den der Microsoft-CEO nun seit fünf Jahren fährt vielleicht auch etwas milder).
    „Der gegenwärtige CEO von Microsoft ist doof“

    Dagegen spricht, dass es Microsoft nie so gut ging, und Microsoft das wertvollste Unternehmen der Welt ist, was den Aktienkurs angeht. Dass heißt natürlich nicht, dass du den CEO nicht doof finden darfst, aber, das ist es dann halt auch nur: Eine persönliche Meinung. Kein Faktum, oder was auch immer du daraus machen möchtest.
    Ich mag den aktuellen Kurs von MS übrigens auch nicht. Allerdings aus ganz anderen Gründen, als den hier aufgeführten. Für mich schlagen die einfach in dieselbe Kerbe wie alle anderen auch: Aufgesetztes Gutmenschentum, und Angebiedere an das, was heutzutage im Marketing gang und gäbe ist. Davon fühle ich mich weder angesprochen, noch lasse ich mich durch sowas verar***en, um's mal drastisch auszudrücken. Und obendrein fehlt's bei den Consumer-Produkten auch oft einfach an der Qualitätssicherung, und bei Windows gibt's diese "ständig neu" Attitüde, mit immer mehr Features, anstatt mal Fehler auszumerzen. Mag ich nicht, aber, passt in die schnelllebige, depressive, Wohlstands-verdummte Zeit.
    @chakko:
    Jein. Ich sehe zwar, was du meinst. Aber der Börsenwert spiegelt nur wieder, dass die Anleger den Kurs des CEOs gutheißen. Dadurch werden die von ihm getroffenen Handlungen aber nicht rückwirkend WENIGER nutzerunfreundlich. Und das war, worum es mir ging, als ich Martins „doof“-Formulierung ihrer Griffigkeit wegen übernommen habe.
    Eigentlich heißt das nur, dass sich die Aktionäre etwas von dem Unternehmen versprechen. Oder einfach nur, dass sie ihr Geld auf etwas setzen, von dem sie sich beim Verkauf der Aktien eine gute Rendite versprechen. ;) Aber, niemand setzt auf ein schwächelndes oder totes Pferd, so viel ist mal sicher.
    Ein Flamewar, ob Apple das Recht hat von irgendwelchen Unternehmen Lizenzgebühren zu , führt in dieser Frage wirklich zu GAR NICHTS.
    Ich erwarte von Microsoft, dass sie alle Kunden gleich behandeln, sofern es technisch möglich ist; was nun von Dell bewiesen wurde.

    Das gleiche könnte man von Apple, HP, Lenovo oder jedem anderen verlangen. Ist aber leider immer an wirtschaftliche Zwänge gebunden. Technisch ist es möglich ein Auto ohne Führerschein zu fahren. Erwartest Du dann auch, dass PKW Hersteller dies aktiv unterstützen/fördern? Technisch ist es möglich, dass schon heute alle Produkte umweltverträglich(er) hergestellt werden. Bist Du bereit den Preis dafür zu zahlen? Eine App, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird, die keine Daten des Benutzers ausliest und für Werbung verwendet, hat in der Entwicklung nur ein begrenztes Budget. Wie hoch dieses ist, bestimmt die Funktionalität und Qualität.
    „Der gegenwärtige CEO von Microsoft ist doof“

    Dagegen spricht, dass es Microsoft nie so gut ging, und Microsoft das wertvollste Unternehmen der Welt ist, was den Aktienkurs angeht. Dass heißt natürlich nicht, dass du den CEO nicht doof finden darfst, aber, das ist es dann halt auch nur: Eine persönliche Meinung. Kein Faktum, oder was auch immer du daraus machen möchtest.

    Korrektur: Microsoft ist zur Zeit das dritt-wertvollste Unternehmen gemessen am Aktienwert:
    1. Saudi Aramco
    2. Apple
    3. Microsoft
    Wenn ich mir überlege, welche Verantwortung daraus für Saudi Aramco erwächst und was der Onkel von Peter Parker dazu sagen würde ...
    Vor kurzem war's noch Microsoft. Aber, na gut, dann streiche das "wertvollste", und mache daraus "eins der 3 wertvollsten" Unternehmen der Welt. ;)
    @JoachimKrone:
    Autofahren ohne Führerschein ist möglich, aber illegal. Was hat dieser, für mich sehr hinkende Vergleich, mit Microsoft, das, nach dem wie sich die Umstände darstellen, anscheinend absichtlich Nutzer benachteiligt, zu tun?
    @chakko:
    Microsoft und Apple sind so nah beieinander und die Börsenwerte so volatil, dass sich das praktisch „täglich“ ändert.
    Was deine vorherige Kritik mit Marketing und Anbiederung anbelangt: ich verstehe was du meinst, nur leidet nehmen sich die Unternehmen da alle nichts.
    @WindowsPhoenix Ich wollte den Aussagen "technisch möglich" und "absichtliche Benachteiligung" etwas Denkanstoß mitgeben. Erstens: nicht alles was technisch möglich ist, ist erlaubt und ihm Rahmen des kommerziellen Angebots machbar.
    Zweitens: Beim Führerschein schreckt die Strafandrohung für den Einzelnen (viele) ab.
    Drittens: Bei der Nutzung eines geschützten geistigen Eigentums (Airplay) besteht die "Strafe" in den Lizenzgebühren. Insofern - Ja. Die Funktion Airplay NICHT anzubieten kann bewusst getroffen worden sein, weil die Forderung seitens Apple einen kommerziell tragbaren Rahmen übersteigt.
    Ich frage mich dennoch, warum diese Diskussion nicht in Richtung Apple geführt wird, die ja bewusst andere Industriestandards NICHT implementieren, obwohl dies technisch möglich wäre. Soll also Deiner Meinung nach das kostenlose Angebot von Microsoft das ausgleichen, was das Premiumprodukt (iPhone) nicht implementiert hat?
    Warum integriert dann WhatsApp kein Facetime? Das ist doch ganz üble und absichtliche Ausgrenzung! Warum kann ich als Fluggast von Lufthansa nicht einfach auf einen Flug von British Airways wechseln?
    Ich kann keine Dokumentation seitens Microsoft finden, die besagt, dass es technisch überhaupt nicht möglich sei die angesprochene Funktion auch für iPhone umzusetzen und das aus diesem Grund diese nicht bereit steht. Hingegen sehe ich viele Aussagen, dass man versucht mit Apple an der Umsetzung unterschiedlicher Aspekte der App auch für iOS Nutzer zu arbeiten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies vergleichbar zur Aufgabe ist, zwei nebeneinander herfahrende Schnellzüge miteinander zu verbinden, so das die Fahrgäste umsteigen können, ohne dass die Züge anhalten müssen.
    @JoachimKrone:
    „Ich frage mich dennoch, warum diese Diskussion nicht in Richtung Apple geführt wird, die ja bewusst andere Industriestandards NICHT implementieren, obwohl dies technisch möglich wäre.“
    Erstens halte ich Diskussionen um Lizenzabgaben für unnötig, weil sie, wie oben bereits erwähnt, eh’ zu nichts führen.
    Zweitens führ’ ich hier keine Diskussion über Apple, weil es auf dieser Internetseite um Microsoft geht.
    „Soll also Deiner Meinung nach das kostenlose Angebot von Microsoft das ausgleichen, was das Premiumprodukt (iPhone) nicht implementiert hat?“
    Microsoft soll allen seinen Kunden die gleichen Angebote machen.
    Wenn das auf einer Plattform zu zusätzlichen Kosten führt, dann sei’s drum (ist aber kein TECHNISCHES Problem). Schließlich haben sie ein Interesse daran, die Nutzer dieser Plattform als Kunden zu gewinnen. Nach deiner Logik müsste Microsoft auch Office aus dem App Store entfernen, denn wenn jemand unter iOS ein Office365-Abo abschließt, erhält Apple einen Anteil von 30%. Wenn Microsoft niemanden an seinen Pfründen beteiligen will, dann müssen sie sich halt von gebührenpflichtigen Plattformen fernhalten (dann dürften sie aber auch keines ihrer Spiele mehr auf Steam anbieten, denn Valve steckt sich schließlich auch seinen Anteil in die Tasche). Aus Kundensicht wird sogar eher umgekehrt ein Schuh draus: Wenn man teuer für Microsofts Dienstleistungen bezahlt, ist es eine Frechheit, unter iOS Funktionen nicht zu erhalten, die es unter Android gibt.
    „Warum integriert dann WhatsApp kein Facetime? Das ist doch ganz üble und absichtliche Ausgrenzung! Warum kann ich als Fluggast von Lufthansa nicht einfach auf einen Flug von British Airways wechseln?“
    Ich wage schwer zu bezweifeln, dass Apple FaceTime lizenziert. AirPlay kann man hingegen schon lizensieren. Äpfel und Birnen... du verstehst?! (Das andere Beispiel ist noch dümmer.)
    „Hingegen sehe ich viele Aussagen, dass man versucht mit Apple an der Umsetzung unterschiedlicher Aspekte der App auch für iOS Nutzer zu arbeiten.“
    Diese Aussagen gibt es schon seit die App „Begleiter für ihr Smartphone“ veröffentlicht wurde. Selbst Martin hat neulich in einem Artikel geschrieben, Microsoft solle aufhören Märchen zu erzählen, weil mittlerweile niemand mehr daran glaubt, dass im Bereich Funktionen noch was kommt.
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