Electron: GitHub übergibt Framework an die OpenJS Foundation

Electron: GitHub übergibt Framework an die OpenJS Foundation

Mit der Übernahme von GitHub kam Microsoft nicht nur in den Besitz der größten OpenSource-Entwicklungsplattform, sondern erbte gleichzeitig auch andere Technologien, zu denen auch das JavaScript-Framework Electron gehört. Electron wurde ursprünglich unter dem Namen Atom Shell als Basis für den Atom-Editor entwickelt und ermöglicht es, Desktop-Apps unter Verwendung von Webtechnologien wie JavaScript zu erstellen. Auch Microsoft greift mittlerweile für zahlreiche Projekte auf das Framework zurück, darunter Visual Studio Code, Microsoft Teams und Azure Data Studio.

Nachdem in diesem Jahr bereits ein neues Governance-Modell etabliert wurde, gehen die Entwickler nun den nächsten Schritt und reichen das Projekt an die OpenJS Foundation weiter, die bereits andere bekannte Projekte wie Node.js, jQuery oder Webpack betreut und zu deren Mitgliedern neben Microsoft auch Google, Intel oder IBM gehören. An der grundsätzlichen Entwicklung soll sich nichts ändern, da Electron bereits heute von vielen unterschiedlichen Entwicklern und Unternehmen weiterentwickelt wird. Weitere Informationen zu diesem Schritt findet ihr im entsprechenden Blogpost.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Der Inbegriff von Bloatware, zumindest in der jetzigen Form, wo jede App dann ihre eigene, komplette Chromium-Instanz mitbringt. Wird mal Zeit, dass das einfach als ein zentraler Bestandteil ins OS integriert wird und die einzelnen Apps dann daran andocken.
    @mh0001
    Letztlich würde man aber nichts gewinnen, wenn man Electron zentral in Windows 10 integrieren würde. Das Problem fängt schon da an, dass jeder Version von Electron eine andere Chromium-Version zugrunde liegt und entsprechende Apps wie Slack oder Visual Studio Code nur diese Version verwenden können. Du müsstest also mehrere Versionen von Electron vorhalten und hast gleichzeitig noch das Problem, dass Windows mit der Vorgehensweise mal wieder einen Sonderweg einschlägt (glaub bitte nicht, dass Apple oder gar die Linux-Leute da mitziehen werden...) und du andere Vertreter wie das Chromium Embedded Framework oder React Native noch gar nicht abdeckst. Und wenn du Electron als Bloatware bezeichnest, müsstest du fairerweise das exakt Gleiche auch für sämtliche Anwendungen sagen, die auf GTK, Java, Qt etc. basieren. Electron verhält sich hier überhaupt nicht anders als andere Projekte, die als Basis für Anwendungen dienen.
    Es kommt letztlich auf den Entwickler an. Stimmt schon, dass Electron eine ganze Stange langsamer ist, wenn der Entwickler einfach nur seine Webanwendung nimmt und in das Framework reinkippt, damit das halbwegs auch am Desktop funktioniert. Dann wird das ein aufgeblasener Albtraum, wie das Microsoft Teams als Beispiel ist. Ich kenne aber genug Beispiele, da gibt es gegenüber anderen Vertretern eigentlich kaum noch merkbare Unterschiede, weil der Entwickler das eben auch testet. Mit anderen Plattformen hätte ich da mehr Sorgen.
    @mh0001: gute Idee fuer den Anwender der ein paar MB spart und dann nicht weis wie er die TB vollbekommt. Schlechte Idee fuer den Entwickler: der muesste dann eine App die laeuft - never change a running system - mit den neuen Chromium Varianten testen...
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