Windows 10 Mai 2019 Update: Ein Blick auf die Baustellen, Teil 3

Windows 10 Mai 2019 Update: Ein Blick auf die Baustellen, Teil 3

Mit Veröffentlichung des Windows 10 Mai Updates hat das Windows 10 Release Health Dashboard seinen Betrieb aufgenommen. Es existierte zwar schon vorher, aber seit dieser Version dokumentiert Microsoft hier viele Probleme und deren Lösung. In diesem Punkt wurde das Versprechen, transparenter zu agieren, bislang weitgehend eingelöst.

In regelmäßigen Abständen werfe ich einen Blick auf dieses Dashboard und fasse die neuesten Änderungen zusammen. Das tue ich nun seit Erscheinen des Mai Updates zum dritten Mal. Erfreulich: Erstmals ist kein neuer Problemfall hinzu gekommen.

Bei drei Fehlern, die sich im Status „Investigating“ (wird untersucht) befinden, gibt es leider keinen neuen Stand: Das betrifft das Verschwinden der Nvidia-GPU aus dem Gerätemanager beim Surface Book 2, den schwarzen Bildschirm beim Aufbau einer Remote Desktop Verbindung sowie den „Dauerbrenner“ Windows Sandbox, die in nicht US-Versionen weiterhin den Start verweigert.

An anderen Stellen gibt es aber Fortschritte zu vermelden:

WLAN-Aussetzer

Bei manchen Geräten führt ein veralteter Treiber von Qualcomm zu einer instabilen WLAN-Verbindung, die immer wieder abbricht. Für diese Geräte wurde eine Upgrade-Blockade eingerichtet, welche die Installation des Mai Updates verhindert. Gleichwohl wird dieses Problem nun als „mitigated“ (was in etwa „entschärft“ bedeutet) gelistet, weil Qualcomm viele seiner Treiber aktualisiert hat. Seht am besten auf der Homepage des Herstellers eures Geräts nach, alternativ kann man auch auf dieser (inoffiziellen) Seite nach dem neuesten Treiber suchen.

Grafik-Probleme

In „bestimmten Szenarien“ kann es laut Microsoft dazu kommen, dass Farbprofile oder der Nachtmodus nicht funktionieren. Zu diesen Szenarien zählt die Verbindung zu einem extern Monitor (oder das Trennen der Verbindung) oder das Drehen des Bildschirms. Auch hier gibt es eine Upgrade-Blockade, so wirklich nachvollziehen, wann man davon betroffen ist, lässt sich diese allerdings leider nicht. Der Workaround besteht darin, den PC neu zu starten oder den Nachtmodus aus- und wieder einzuschalten.

Ein weiteres Problem, bei dem die Bildschirmhelligkeit sich nicht an veränderte Einstellung anpasst, wurde mit Veröffentlichung des letzten kumulativen Updates (OS-Build 18362.267) als „gelöst“ markiert und die Update-Sperre wurde aufgehoben.

Intel SSD-Treiber

Ältere RST-Treiber von Intel sind nicht mit dem Windows 10 Mai 2019 Update kompatibel, darüber hatte ich hier schon berichtet: Windows 10 Mai Update: Probleme mit Intel SSD-Treibern – und eine mögliche Lösung. Diesen Punkt hat Microsoft nun wegen des zur Verfügung stehenden neuen Treibers in den Status „Mitigated External“ gesetzt, in diesem wird er auch dauerhaft bleiben. Die Update-Sperre für die inkompatiblen Treiber bleibt bestehen.

Alle Details könnt ihr gerne selbst im Windows 10 Release Health Dashboard nachschlagen

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ich hoffe noch immer, dass die Sandbox schnellstmöglich ans Laufen kommt. Das ist das Feature, dass ich in der 1903 am sehnlichsten erwartet habe.
    Leider lassen sich die aktuellen Intel Treiber auf einem alten ThinkPad T430 nicht installieren, da das Gerät als nicht kompatibel angezeigt wird und somit bleibt die Updateblokade bestehen.
    Leider lassen sich die aktuellen Intel Treiber auf einem alten ThinkPad T430 nicht installieren, da das Gerät als nicht kompatibel angezeigt wird
    Ja, weil das Gerät mit seiner Intel-Hardware aus der Sandy-Bridge-/Ivy-Bridge-Generation so alt ist, daß maximal ein RST-Treiber Version 12.X oder 13.X darauf laufen sollte.
    somit bleibt die Updateblokade bestehen.
    Sicher nicht, denn die laut Microsoft betroffenen Treiber-Versionen 15.1.0.1002 bis 15.5.2.1053 sollten sich gar nicht auf dem Gerät installieren lassen. Das Ausbleiben des Upgrades hat also einen anderen Grund.
    Außerdem kann man auf jedem Gerät ohne RAID die Intel-RST-Treiber sowieso deinstallieren, weil Windows schon passende Treiber mitbringt.
    Vielen Dank für die Informationen. Dann schaue ich nochmal genauer nach, woran das liegen könnte. Aktuell ist es mir nicht ersichtlich.
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