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Neuigkeit Telefonbetrug, die News & Tipps

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Schockanrufer festgenommen
Internationale Bande erbeutete mit Schockanrufen einen mittleren sechsstelligen Betrag – Ermittlungen der EG Anruf führen zu Festnahme

Eigentlich erfreulich aber was mich dabei ärgert? dass solche Erfolge so selten sind
 
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Ähnliche Erfolge gibt es immer wieder, aber die sind nur möglich, wenn das Anrufopfer richtig und besonnen reagiert.
Das schaffen nur wenige.

Ich habe vor wenigen Tagen einen Vortrag der Kriminalpolizei besucht. Da wurde ein (nachgespielter) Film eines solchen Schockanrufs gezeigt. Die Täter sind psychologisch geschult und bauen ein Horrorscenario auf, in dem man nur schwer rational reagieren kann. Zumindest nicht, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat.

Es hilft vielleicht, wenn man seine Bekannten schon mal darauf aufmerksam macht, was da so alles abgeht.
 
Die kriminellen Betrüger erweitern ständig ihr Droharsenal:
Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, wird am Schluss des Täuschungsmanövers meist noch die Rufnummer der Verbraucherzentrale als Rückrufnummer genannt, mitunter wird diese sogar im Display des Angerufenen angezeigt. "Call-ID-Spoofing" heißt der Fachbegriff dafür.
Das ist zwar verboten, aber das ist den Gangstern natürlich völlig egal.
Einer Seniorin wurde hier beispielsweise angedroht, dass Vollstreckungsbeamte zu ihr kommen würden, falls sie nicht ihr gesamtes Erspartes an die Betrüger übergibt. Die Frau zahlte nach den Telefonaten rund 16.000 Euro an einen angeblichen Boten der VZ.
Alleinstehende insbesondere ältere Mitbürger:innen sind durch diese Methoden besonders gefährdet.
 
Oh ja, davon kann man ein Lied singen.
Hier im Haus wurden bereits zwei Mitbewohner per Telefon betrogen worden. Der eine (87 Jahre alt) hatte ja so ein Glück, dass die Schwiegertochter sofort den Betrug roch und sofort reagierte und verhinderte die angeforderte Geldübergabe. Der andere hatte ja Pech, er wurde um 8.000 € ärmer. Aber dafür eine (negative) Erfahrung reicher.

Mehr dazu:
 

Im Grunde kann man jede ( internationale ) Vorwahl ausgenommen die, mit der man Kontakte hat, sperren insbesondere die VoIP Vorwahl 032
Anrufe aus der 032-Rufnummerngasse sind meistens Telefon-Spam. Lange Zeit war es erforderlich, dass Sie für eine Rufnummer in einem Ortsnetz dort auch wohnhaft waren oder einen Niederlassung hatten. Diese feste Zuordnung ist heute technisch schon lange nicht mehr erforderlich. Theoretisch könnten Sie ihre Rufnummer überall mit hinnehmen, da es die klassischen Vermittlungsstellen so nicht mehr gibt.

Um aber VoIP-Dienste sichtbar zu machen, hat die Bundesnetzagentur eine eigene Vorwahlgasse unter 032xxxx eingerichtet, die VoIP-Anbieter belegen und für Kunden nutzen können. Was im Prinzip gut gemeint ist, eröffnet meist zwielichtigen oder kriminellen Teilnehmern den Weg, eine Rufnummer in Deutschland zu erhalten, obwohl Sie gar nicht in Deutschland sitzen. Leider ist vielen Menschen die 032-Vorwahl nicht wirklich bekannt. VoIP ist hier aber nicht Teams, Skype for Business oder Lync zu verwechseln.

 
Nach meiner Erfahrung kommen die Telefonanrufe mit beliebigen Nummern - auch welchen mit deutscher Vorwahl.
Ich hatte mal eine Zeitlang meine Fritzbox so eingestellt, daß nur Anrufer aus meinem Telefonbuch geklingelt haben, alle anderen wurden sofort auf einen Anrufbeantworter umgeleitet. Nach wenigen Wochen haben dann diese Anrufe aufgehört - beobachtet mit Push-Nachrichten der Fritzbox.
 
Man kann in der Fritzbox auch ein Telefonbuch mit Ruf-Sperrnummern anlegen.
Da habe ich auch einige Auslandsvorwahlen komplett gesperrt, die häufig für
Spamanrufe verwendet werden.
Mit der Android App "Box to go Pro" habe ich dann in wenigen Sekunden so
einer Angreifer ins entsprechende Telefonbuch geschubst.

Wer keine Fritzbox besitzt und nur ein Telefon, sollte dort aber die Nummern
alle gespeichert haben, die man kennt.

Wenn dann eine unbekannte Nummer anruft, dann ist es sehr effizient, wenn
man den Hörer abhebt und einfach nichts sagt.
In 9 von 10 Fällen wurde dann einfach aufgelegt. :ROFLMAO:


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Manchmal (bisher dreimal) werde ich angerufen von unbekannter Telefonnummer, man will nur wissen, wie ich heiße, um sicher zu sein, ob ich tatsächlich der Angerufene bin. Da ich ja eher so was von misstrauisch bin, dass ich einfach einen komplett falschen Namen genannt habe. Der Mann wollte ebenso meine Adresse wissen. Ebenso habe ich eine falsche Adresse erwähnt. Der Mann hat gleich aufgelegt, einfach so ohne Worte ...

Seitdem nie mehr gemeldet.
 
Da ich ja eher so was von misstrauisch bin, dass ich einfach einen komplett falschen Namen genannt habe.
Warum hast Du dann überhaupt einen (wenn auch falschen) Namen genannt? Damit zeigst Du doch bereits Interesse am Gespräch. Wenn ich schon in einer solchen (allerdings sehr seltenen) Situation bin, dann erkundige ich mich beim Anrufpartner nach dessen Namen – schließlich hat er mich doch angerufen. Die zweite Frage (sofern es überhaupt so weit kommt) ist der Grund des Anrufes. Dann klärt sich die Angelegenheit sehr schnell: Entweder klingt das Vorgebrachte annähernd plausibel (auf meine Person/Umgebung, etc) bezogen oder das Gespräch ist beendet.
 
Weil ich in Vorfeld gewarnt war. Ich wusste schon von solchen Fällen. Also, ich war ja gewarnt.
Selbstverständlich habe ich nach den Namen gefragt, die nicht genannt wurde. Von daher war ich schon gewarnt.

War ja ein schwerer Schritt, aber wirkungsvoll.
 
War ja ein schwerer Schritt, aber wirkungsvoll.
Genau hier liegt das Problem – was ist an dem Schritt, ein Telefongespräch, das einem nicht seriös erscheint, sofort zu beenden, "schwer"? Ist es die herabgesetzte Hemmschwelle eines Telefonates? Haben die Leute Schuldgefühle, wenn sie ein Gespräch vorzeitig abbrechen? Oder ist es die immer mehr zunehmende Geilheit auf Nachrichten, egal welcher Art?
Wenn sich jemand am Telefon meldet und behauptet, dass ich das Opfer eines Überfalls würde und deshalb meine Vermögenswerte an eine dritte (fremde) Person (Polizeiorgan) übergeben sollte – wie naiv muss man sein, um das zu tun? Selbst Menschen so ab 75+ sehen, hören, lesen doch Nachrichten, also sollte eine gewisse "Vorwarnung" vorhanden sein. Oder stehen diese Leute auf dem Standpunkt: Das passiert allen anderen, nur nicht mir?
Liege ich hier völlig falsch und ist es vielleicht die Angst der Betroffenen, welche diese dazu treibt, ein Gespräch überhaupt fortzuführen und schlussendlich doch das Opfer zu werden?
 
Solche Anrufe verlaufen nicht nach dem Schema: Ich will dein Geld. Zuerst wird mit falschem Gesülze und wüsten Behauptungen ein gewisses Vertrauen aufgebaut. Dann kommt der nächste Schritt, es wird um Diskretion und Vertraulichkeit gebeten, also ein Kumpelverhältnis erzeugt. Erst dann kommt man mit den Handlungsanweisungen, dann sind aber alle Dämme längst gebrochen und die Bedenken weggeredet. Dazu kommt noch, daß die Gauner dranbleiben bis zur Übergabe des Vermögens. Schließlich leben die Täter davon, die arbeiten nichts anderes.
Deswegen ist das Gescheiteste: Sofort grußlos auflegen!
 
Selbst Menschen so ab 75+ sehen, hören, lesen doch Nachrichten, also sollte eine gewisse "Vorwarnung" vorhanden sein. Oder stehen diese Leute auf dem Standpunkt: Das passiert allen anderen, nur nicht mir?
Sei mir nicht gram. Aber du scheinst nicht allzuviel Erfahrung mit älteren Menschen zu haben. Ich kenne einige Mitbürger, die in diesem Alter sind und kaum noch so rational denken und handeln wie du es erwartest. Genau die sind es, die die Verbrecher ins Visier nehmen. Eigentlich sollten schon eine Betreuung haben, weils sie alleinstehend leben aber sich dieser verweigern, weil sie dies nicht erkennen oder akzeptieren und zwingen kann man niemanden, solange er nicht entmündigt ist. Einige aus diesem Kreis lassen sich durch solche Methoden verunsichern und einschüchtern. Daraus zu folgern selber schuld ist nicht fair.
 
Sei mir nicht gram.
Bin ich nicht. Ich war/bin nur der Meinung, dass die heutige ältere Generation ungleich agiler ist als vor einigen Jahrzehnten. Bedenkt man, wie intensiv heute Smartphone und soziale Medien von dieser Personengruppe genützt werden, sollte man annehmen, dass die Leute doch etwas hellhöriger geworden wären.
Ich kenne einige Mitbürger, die in diesem Alter sind und kaum noch so rational denken und handeln wie du es erwartest.
Bei mir ist es genau umgekehrt. Ich kenne Leute, die erst mit 70 und älter begonnen haben, sich mit Smartphone, Tablet & Co zu beschäftigen und mittlerweile einen Level erreicht haben, bei dem ich passen muss. Allerdings auch nur, weil mich diese Dinge so gut wie gar nicht interessieren. Meine WhatsApp-Kenntnisse sind nicht einmal rudimentär.
Meine Tante ist 80, fotografiert digital, verwaltet die Fotos selbst und bearbeitet sie sogar nach. Auch deren Bekanntenkreis ist ähnlich aktiv.
Daraus zu folgern selber schuld ist nicht fair.
Es war ganz bestimmt nicht beabsichtigt, genau diese Personengruppe zu verunglimpfen.
Die ganze Betrugsmasche ist mittlerweile auch gut gemacht. Die sind rhetorisch geschult.
Das dürfte einer der Hauptgründe für den Erfolg der Täter sein. Nur reden, ohne sein Gegenüber zu sehen, hat schon seine Vorteile...
 
Wer resistent ist gegen geschickte Rhetorik, der hat auch kein Handy mit mehr als 18 Megapixel und keinen Glasfaseranschluß der 15mal schneller liefert, als die Festplatte speichern kann.
 
Genau hier liegt das Problem – was ist an dem Schritt, ein Telefongespräch, das einem nicht seriös erscheint, sofort zu beenden, "schwer"? Ist es die herabgesetzte Hemmschwelle eines Telefonates? Haben die Leute Schuldgefühle, wenn sie ein Gespräch vorzeitig abbrechen? Oder ist es die immer mehr zunehmende Geilheit auf Nachrichten, egal welcher Art?
Wenn sich jemand am Telefon meldet und behauptet, dass ich das Opfer eines Überfalls würde und deshalb meine Vermögenswerte an eine dritte (fremde) Person (Polizeiorgan) übergeben sollte – wie naiv muss man sein, um das zu tun? Selbst Menschen so ab 75+ sehen, hören, lesen doch Nachrichten, also sollte eine gewisse "Vorwarnung" vorhanden sein. Oder stehen diese Leute auf dem Standpunkt: Das passiert allen anderen, nur nicht mir?
Liege ich hier völlig falsch und ist es vielleicht die Angst der Betroffenen, welche diese dazu treibt, ein Gespräch überhaupt fortzuführen und schlussendlich doch das Opfer zu werden?
Kein Kommentar.
 
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